Auf reges Interesse stieß am Montag ein Wahlabend der Liste "Wir für Unterkirnach" im Fohrenhof. Vor einem Monat hatte die Gruppierung ihre Kandidaten nominiert, jetzt stellten sich diese den interessierten Bürgern vor.

Knapp 50 Gäste kamen in den Fohrenhof, um die Bewerber der neu gegründeten Liste kennenzulernen. Birgit Kodet, eine Initiatorin der Liste und selber Kandidaten für den Gemeinderat, zeigte sich bei der Begrüßung "echt überwältigt" von der Zahl der Besucher. Sie freue sich "ganz enorm, dass das Interesse in der Gemeinde an den Menschen und Themen" so groß sei, fügte sie an.

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Die zwölf Kandidaten der Liste wählten für ihren Wahlabend ein etwas anderes Format als sonst meist üblich. Der Abend, zu dem in den Fohrenhof auch fünf Kandidaten der Liste der CDU und Bürgervereinigung gekommen waren, gliederte sich somit in zwei Teile. Zunächst stellten sich die einzelnen Kandidaten in loser Reihenfolge vor und sagten etwas zu ihren Beweggründen für die Kandidatur. Die Kandidaten sind Birgit Kodet, Horst Belz, Sabine Wagner, Hans-Joachim Herms, Emilie Bannetel, Josef Repp, Elke Armbruster, Martin Röckl, Sebastian Haas, Marc Weißer, Dominic Krezalek und Jürgen Weißer.

Anschließend waren die Besucher eingeladen, sich an vier Thementischen mit den Bewerbern zu unterhalten. Als Schwerpunkte an den Tischen waren die Themenfelder Gewerbe, Tourismus, Soziales sowie Ökologie und Landwirtschaft vorgegeben.

Die Gelegenheit zum Gespräch wurde an diesem Abend reichlich genutzt. Natürlich waren kommunalpolitische Dauerbrenner wie der Weggang der Firma Wahl und die damit verbundenen Folgen für die Gemeinde sowie auch eine Mögliche Schließung des Hallenbads Aqualino verstärkt im Zentrum der Gespräche.

Einmal mehr wurde deutlich, dass der Weggang der Firma Wahl sich nicht nur finanziell, sondern auch im Hinblick beispielsweise auf Einwohnerzahl, die notwendige Infrastruktur oder natürlich auch die künftige Ansiedlung von Gewerbe auswirken wird.

Als Vorlage für manches Gespräch dienten außerdem die auf den Tischen ausliegenden Eckpunkte eines Gutachtens, das vor geraumer Zeit im Zusammenhang mit der Erstellung des Dorfentwicklungskonzeptes für Unterkirnach erstellt wurde.

Allerdings sind viele Bereiche dieser Expertise überholt, denn weder die prognostizierten Einnahmen aus der Gewerbesteuer noch die Ansiedlung des Jufa-Hotels oder die vorausgesagten sinkenden Geburtenzahlen sind heute noch gegeben. Ansatz für Ideen und Gedankenspiele ist dieses Gutachten aber allemal noch.

Die an den Tischen angeschnittenen Themen waren letztlich so vielfältig wie die Vita und die Schwerpunkte der zwölf Kandidaten der Liste. Kaum einer legt sich hier auf nur einen Schwerpunkt fest. So reichten die angesprochenen und munter diskutierten Punkte von der "Attraktivierung des Ortes" im Tourismusbereich bis hin zu Vorschlägen "für den Erhalt der örtlichen Landwirtschaft" und der "Gestaltung von privaten Vorgärten".