Seit 30 Jahren gehört Bernhard Kuberczyk dem Gemeinderat an. Für diese beachtliche Zahl ehrte Bürgermeister Andreas Braun seinen Stellvertreter in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend, überreichte eine Anerkennungsurkunde des Landes Baden-Württemberg und dankte „für die herausragende Arbeit und den Einsatz zum Wohl der Gemeinde.“

Bekannt für seine direkte Art

Nahezu zeitgleich mit dem Fall der Mauer, nämlich im Oktober 1989, wurde Bernhard Kuberczyk erstmals in den Gemeinderat gewählt. Er sei ein Gemeinderat „wie er leibt und lebt“, der für seine direkte Art bekannt sei und der schon mehrfach Stimmenkönig der Kommunalwahlen in Unterkirnach gewesen sei, beschrieb der Bürgermeister sein Gegenüber. Bernhard Kuberczyk sei ein Demokrat aus ganzem Herzen, der auch bei Abstimmungsniederlagen die Entscheidung des Gremiums voll mittrage. In den 30 Jahren seines bisherigen Wirkens habe sich in der Gemeinde verändert. Andreas Braun veranschaulichte dies anhand alter Postkarten und Bilder.

Mit drei Bürgermeistern gearbeitet

Die bisherigen 30 Jahre seiner Zugehörigkeit zum Gemeinderat seien tatsächlich eine „wahnsinnig interessante Phase gewesen“, bestätigte Bernhard Kuberczyk die Worte des Bürgermeisters. Mit drei Bürgermeistern – Siegfried Baumann, Gerold Löffler und jetzt Andreas Braun – habe er während dieser Zeit zusammenarbeiten dürfen. Von allen Dreien sei er der Stellvertreter gewesen.

Deswegen habe er als Gemeinderat jeweils „einen besonders nahen Kontakt zu ihnen gehabt und gewollt.“ Vor allem in den Jahren mit Siegfried Baumann habe er viel gelernt. Dies sei eine Zeit mit „gewaltigen Entscheidungen und Entwicklungen in Unterkirnach„ gewesen, wie zum Beispiel dem Bau des Mühlenpavillons. Die Jahre mit Gerold Löffler seien ruhiger gewesen, so Kuberczyk. Dennoch sei einiges, wie zum Beispiel der Bau des Rathauses, angestanden.

Keine fünf Mal die Sitzungen verpasst

„Ich hätte nie gedacht, dass ich dem Gemeinderat einmal 30 Jahre angehören würde“, endete Kuberczyk schmunzelnd und fügte an: „Ich glaube ich habe in all den Jahren keine fünf Mal in einer Sitzung gefehlt.“