Wache Augen und ungebremste Tatkraft strahlt der 84-jährige Franz Beha am Ort seines Wirkens aus. Landmaschinen, Rasenmäher und Motorsägen gehören nicht erst seit 1948 zum Alltag des rüstigen Seniors. Schon während seiner Schulzeit schaute er dem Vater immer wieder über die Schulter und zeigte Interesse für das Mechanische. Die Handwerkskammer ehrte nun den rüstigen Landmaschinenmechanikermeister mit dem diamantenen Meisterbrief.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde ließ es sich Bürgermeister Andreas Braun nicht nehmen, Franz Braun die Glückwünsche seiner Heimatgemeinde zu überbringen. "Franz Beha lebt seine Lebensleistung bis zum heutigen aktiv mit", so Braun in seiner Laudatio. Rückblickend zeichnete er auch ein Bild des Lebenswerkes des Geehrten.

Schon seinem Vater Franz Beha sen. hatten es die Maschinen angetan. Als Mühlenbauer sorgte er dafür, dass die Bäckereien der Region mit Mehl versorgt werden konnten. Sohn Franz Beha jun. trat in die Fußstapfen des Vaters und absolvierte zunächst einmal ab 1948 eine Lehre bei den Fahr-Werken in Gottmadingen, wo er auch seine Gesellenprüfung ablegte. Als Landmaschinenmechaniker fand er dort fundierte Einblicke in die Technik dieser robusten Geräte. Bei Kramer in Gutmadingen ergänzte er sein Wissen, bis er 1960 zusammen mit seinem Bruder Kurt das Geschäft des Vaters übernahm.

Nach der Geschäftsübergabe an seinen Sohn Klaus Beha im Januar 2001 setzte er sich jedoch nicht zur Ruhe, sondern bringt bis zum heutigen Tag seine Erfahrungen tatkräftig mit in den Betrieb ein. Bürgermeister Braun dankte dem Jubilar auch ganz herzlich für seine langjährige Bereitschaft, junge Menschen in seinem Betrieb auszubilden. "Früher reparierten wir hauptsächlich die Landmaschinen, heute verkaufen und warten wir Kommunalgeräte und Gartenmaschinen", so Franz Beha zur Entwicklung des Geschäftes. Das Cego-Spiel ist ebenso wie seine Mitgliedschaft in der Kieschtock-Zunft seine große Leidenschaft und man erzählt sich, dass er selbst in seinem hohen Alter noch ins Häs geht.