Boshaft gesprochen könnte man sich beim Blick auf die Landkarte wundern, warum Unterkirnach nicht schon längst nach VS eingemeindet wurde. Dass es dazu nie gekommen ist, ist Fluch und Segen zugleich. Klar ist, dass sich die Dorfgemeinschaft in der Unabhängigkeit viel intensiver um die Perspektive ihres Ortes kümmern muss. Allem voran geht es dabei um die knappen Finanzen.

Umgekehrt kann Unterkirnach beim Thema Tourismusvermarktung ungehindert aufspielen. Vermutlich wäre auch die Frage nach dem Erhalt des Aqualino schnell geklärt, wenn ein paar Kilometer kirnachabwärts ein brandneues Freibad und ein Hallenbad auf Besucher lauern. Es ist daher ein echtes Pfund, dass die Kommunalpolitik im Dorf auch fraktionsübergreifend so gut funktioniert. Ein Glücksfall ist auch das Engagement von Andreas Braun, der zeitweise in Personalunion nicht nur Schultes, sondern auch Tankstellenpächter und Einzelhändler war.