Der neue Wertstoffhof des Landkreises im Schlegeltal in Unterkirnach ist seit Mittwoch offiziell eröffnet. Am frühen Nachmittag trafen sich Vertreter des Landkreises und der Gemeinde sowie die beiden Landtagsabgeordneten Martina Braun (Grüne) und Karl Rombach (CDU) dort. Bei allen herrschte Einigkeit darüber, dass der Wertstoffhof ein "echtes Schmuckstück" geworden sei. Die Standortänderung des Wertstoffhofes in Unterkirnach war notwendig geworden, weil die Gemeinde die bisher dafür genutzte Fläche am Abendgrund für die Ansiedlung neuen Gewerbes benötigt.

Im Jahr 1995 wurde der erste Wertstoffhof in der Gemeinde Unterkirnach eröffnet. Vorerst recht provisorisch wurde eine Fläche an der Kläranlage genutzt. Zwei Jahre später zog der Wertstoffhof in den Abendgrundweg um. Dort ging es immer recht eng zu. Kleine Staus der Anliefernden gehörten während der Öffnungszeiten der Tagesordnung an.

Das soll sich nun ändern. Die neue Fläche im Schlegeltal, auf dem Gelände der Erddeponie ist großzügig bemessen. Der neue Wertstoffhof soll vor allem den Unterkirnachern, aber auch Anlieferern aus Oberkirnach zur sachgerechten Entsorgung ihres Abfalls dienen. Man gehe von einem Einzugsbereich von 3000 Bürgern und etwa 7000 Anlieferungen pro Jahr aus, erklärte der Leiter des Abfallwirtschaftsamtes, Martin Fetscher. Der Wertstoffhof in Unterkirnach stehe damit an zehnter Stelle im Landkreis. Der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Unterkirnach und dem Landkreis sei für 15 Jahre und auf jeden Fall mit der Absicht zu weiteren Verlängerungen geschlossen.

Synergieeffekte nutzten das Abfallwirtschaftsamt und das Straßenbauamt bei der Ausschreibung und der Durchführung der Arbeiten. Das sei eine Premiere und habe sehr gut funktioniert, freuten sich Martin Fetscher und Gerold Günzer, Leiter des Straßenbauamts. Gleichzeitig mit dem Wertstoffhof wurden die Arbeiten an der Kreisstraße zwischen Schönwald und der Geutsche ausgeschrieben und vergeben. 125 000 Euro Baukosten sind für den Wertstoffhof angefallen.

Am neuen Wertstoffhof gelten die gleichen Öffnungszeiten wie bisher. Diese sind im Sommerhalbjahr mittwochs von 17 Uhr bis 19 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 13 Uhr. Auch künftig ist der Wertstoffhof beim Betreuer des Maschinenrings, Franz Schleker, in guten Händen. Über die Jahre habe er seine Arbeit dort immer mehr lieb gewonnen, sagte er. Der Wertstoffhof sei tatsächlich ein Treffpunkt in der Gemeinde und werde von den Anlieferern auch zur Kommunikation und dem Austausch von Neuigkeiten genutzt.