Der Kinderumzug in Unterkirnach am Samstag wurde zu einem besonderen Ereignis. Mit 36 teilnehmenden Zünften waren knapp 900 Narren aus dem Gebiet der Schwarzwälder Narrenvereinigung zum Jubelverein gekommen. Das Jubiläum der Kieschtockzunft wurde auf der Straße zu einem überaus ansprechenden gesellschaftlichen Ereignis. In der Dorfmitte versammelten sich mehrere Hundert Schaulustige, welche die vorbeimarschierenden Kinder mit Narro-Rufen unterstützten.

Für die äußere Sicherheit sorgten Beamte der Polizei. Sie wurde durch den Ordnungsdienst der Feuerwehr unterstützt. Um die Einfahrt ins Dorf zu blockieren waren an den Zugangsstraßen schwere Fahrzeuge aufgestellt um die Fahrbahn zu sperren. Dort, wo gewendet werden musste, standen Helfer bereit.

Was den Umzug auszeichnete, waren die zahlreichen mitmarschierenden Kapellen. Begonnen mit der Jugendkapelle des Musikvereins Unterkirnach und dem Kieschtock-Fanfarenzug. Ein Teil der Musikkapellen kam aus Gutmadingen, Hammereisenbach, Mundelfingen, Behla, Neudingen. Aus Schönwald reiste die Jugendkapelle der Hirtenbube-Zunft an. Sumpfohren brachte ebenfalls die eigene Musikkapelle mit.

Die Vielfalt der Maskenträger war überaus schön anzusehen. Dabei hatten die Kinder, deren Umzug es ja war, durchaus das Narrenvirus im Blut. Selbst mit dem Verteilen der Süßigkeiten standen die Kinder den Erwachsenen nicht nach. Mit zunehmendem Fortschritt des Umzuges erreichten die Beteiligten den Wagen mit der Ehrentribüne. Darauf waren alle wichtige Leute der Schwarzwälder Narrenvereinigung, der Rathauschef Andreas Braun und Zunftmeister Uwe Kreuzpointer versammelt. Gekonnt und überaus mit Witz versehen waren die Zunftbeschreibungen mit Anne-Rosel Schwarz und Alfons Romey. Beiden kann bescheinigt werden, dass sie durchaus in den Wettbewerb mit Fernsehkommentatoren eintreten könnten.

Erstes Fasnetkribble am Abend

Das erste Fasnetkribble, veranstaltet von den Zünften der Schwarzwälder Narrenvereinigung, wurde zu einem Erlebnis für die Besucher. Schon die Symbadischen Senfoniker aus Vöhrenbach hatten während der musikalischen Aufwärmphase mit viel Schwung die Stimmung angeheizt. So hatten die Oberen der Narrenvereinigung leichtes Spiel, die Stimmung hoch zu halten. Unter den Ehrengästen befanden sich Landrat Sven Hinterseh, Bürgermeister Andreas Braun und Georg Schwende.

Mit Georg Schwende wurde ein Freund und Gönner mit der Narrenkappe ausgezeichnet. Als Antifasnachter angekündigt, stellte es sich heraus, dass der ausgezeichnete, aus der "Fürschtenberg-Biermanufaktur" durchaus ein Meister des geschliffenen Wortes ist. Als "närrischer Wiedergänger", durchaus mit Witz vorgetragen, dankte Georg Schwende für seine Auszeichnung. Das wohlgereimte Narrengebet wurde zum zündenden Schlusspunkt. Und dass Gerd Kaltenbach, Präsident der Narrenvereinigung, dann auch seinen Geburtstag auf der Riesenparty beging, wurde mit den gesungenen Ständchen belohnt. Für ihn gab es dann eine Schwarzwälder Kirschtorte.

Mit französischem Akzent führte Kurt Kammerer mit närrischem Charme durch das erste Fasnetkribble. Kurzweil, Spannung und Heiterkeit zeichneten die Auftritte der Zunft aus. Und mit Kammerers Narrenruf "Jaque Krawatt", traf der als Modedesigner Conferencier immer wieder ins Zentrum der närrischen Stimmung.