Axel Kubsch, Geschäftsführer der Firma Haus Selekt und Eigentümer von Maria Tann, zeigt sich zufrieden mit den Fortschritten, die er seit dem Kauf des Klosters erzielt hat. „In diesem Jahr wird hier viel passieren, alles ist durchgeplant“, erklärt er im Gespräch. Zuerst fällt auf, dass er das Büro gewechselt und sich in dem großen Raum neben dem früheren Speisesaal der Schulbrüder eingerichtet hat. „Ich fühle mich nicht so wohl in diesem großen Raum, aber wir vermieten hier jeden Quadratmeter und deshalb musste ich das alte Büro verlassen, es wird auch in ein Appartement umgebaut und vermietet“, erklärt er.

Nachfrage nach günstigem Wohnraum: Er habe eine 100-prozentige Auslastung in Maria Tann, alle Appartements in den Gebäuden A, B und C, die er saniert und eingebaut hat, seien vermietet, so Kubsch. Die Aussage „wer will denn schon nach Maria Tann“, gelte schon lange nicht mehr, fährt er fort. „Diese Region lechzt nach bezahlbarem Wohnraum“, betont er. Dass er 130 Wohneinheiten vermietet habe und über eine lange Warteliste verfüge, gebe ihm Recht, fährt er fort.

Maria Tann, ein kleines Dorf: 200 Menschen, von der allein erziehenden Mutter bis zum Selbständigen oder Rentner, wohnen in Maria Tann, Ärger gibt es keinen, zeigt sich Kubsch zufrieden. Der Wandelgang wird seit einiger Zeit geheizt, um einen weiteren Verfall zu verhindern. Der frühere Turbinenraum wurde verputzt und winddicht gemacht, außerdem entrümpelt. Er könne schon verstehen, dass Leute, die mit dem Auto an Maria Tann vorbeifahren, sagen, da geschehe ja nichts. Diese Leute könnten gerne einmal die Häuser mit den Appartements besichtigen und sich auch die Außenanlagen mit neu angelegten Wegen und Parkmöglichkeiten anschauen, so Kubsch.

Weitere geplante Nutzungen von Maria Tann: Während des Sommers will Kubsch den Wandelgang von außen neu streichen, für die Außenanlagen hinter den Gebäuden hat er eine Pflanzaktion vorgesehen. Dort spielen viele Kinder und Radfahrer, die auf dem Radweg an Maria Tann vorbeikommen, würden ab und zu in den Anlagen Rast machen, freut er sich. Das Refektorium, der frühere Speisesaal der Schulbrüder, ist ein Schmuckstück mit seinen bemalten Wänden und den bunten, wunderschönen Fenstern, auch die getäfelten Wände sind noch voll intakt. Er möchte das Refektorium wieder einer Nutzung zuführen, betont Kubsch. Er könne sich den ehemaligen Speisesaal gut für kleine Events vorstellen. Im August möchte er hier ein kleines Konzert planen, mit einem angegliederten Flohmarkt im Außenbereich. Sollte es regnen, könne man auch jede Aktivität aus dem Außenbereich in den Innenbereich verlegen, betont er. Für den Monat Dezember habe er einen mittelalterlichen bis modernen Kunsthandwerkermarkt angedacht: „Ich würde gerne die Vergangenheit mit der Moderne verknüpfen“, fährt er fort. In den kommenden Jahren will er mehr und mehr Events anbieten, die selbstverständlich nicht nur den Bewohnern von Maria Tann, sondern allen Menschen, ob aus Unterkirnach oder Villingen und Umgebung, zugänglich gemacht werden sollen.


Weitere Pläne

Die Gebäude von Maria Tann wurden in ein Apartmenthaus umgewandelt. Inhaber Axel Kubsch will weitere Parkplätze hinter den Gebäuden anlegen, damit die Fahrzeuge nicht mehr vor dem Wandelgang parken müssen. Ein Schritt in der Zukunft werden Gespräche mit der Denkmalbehörde sein, um herauszufinden, inwieweit unter anderem der Wandelgang, der unter Denkmalschutz steht, einer Nutzung zugeführt werden kann. (hs)