Eigentlich gehört der Wald um Unterkirnach der Stadt Villingen-Schwenningen. Dennoch hat die Gemeinde nun rund 12 000 Euro investiert – für neue Tafeln, die an acht Stellen aufgestellt wurden und Wanderwege und Gaststätten aufzeigen. Eine weitere Tafel wird zudem im Germanswald stehen, wobei diese dann Villingen-Schwenningen zahlt.

"Es sind tolle Wandertafeln entstanden", freute sich Unterkirnachs Bürgermeister Andreas Braun. Dafür sei die interkommunale Kooperation notwendig gewesen. "Ohne die Zusammenarbeit wäre so etwas nicht möglich." Er zeigte sich überzeugt, dass diese Neuerung einen Mehrwert bedeuten, sowohl für die Bürger von VS und Unterkirnach als auch für Gäste.

Besonders sind die Tafeln aber nicht nur wegen ihrem Detailreichtum und ihrer Genauigkeit, wie Werkhofleiter Manfred Riehle ergänzte. In ihnen stecke viel Arbeit des Werkhofs, insbesondere von Celine Zandona, während ihrem Freiwilliges Ökologischen Jahr maßgeblich an der Konstruktion von Holzrahmen und Dächern beteiligt gewesen sei.

Auch Tobias Kühn, Leiter des Forstamts Villingen Schwenningen, bestätigte die gute Zusammenarbeit. "Wir sind nicht immer einer Meinung, finden aber immer eine Lösung", sagte er. Ursprünglich sei die Gemeinde Unterkirnach an ihn herangetreten, um nur die acht Informationstafeln im Wald bei Unterkirnach aufzustellen. Sein Wunsch sei es gewesen, die Karte etwas nach Osten zu erweitern und dann auch eine im Villinger Germanswald aufzustellen. "Wir werden auch eine der Dächer aus Unterkirnach verwenden", sagte er. Die Hoffnung sei, dass diese Wandertafeln die nächsten 15 Jahre überdauern und danach nur noch überarbeitet werden müssen.

Sabine Bader von der Tourist-Information in Unterkirnach freute sich ebenfalls über die neuen Wandertafeln. "Die Karte ist einmalig" sagte sie. Schön sei, dass die Qualitätswanderwege von Unterkirnach und der Premiumwanderweg auf der Gemarkung Villingen zu sehen seien. "Es soll Appetit machen auf die Wanderwege."