Im 50. Jahr des Bestehens feierten die Kieschtockzunft-Mitglieder ihr seit 30 Jahren stattfindendes Sommerfest im Stockwald. Gefeiert wird auf dem Anwesen von Marlies und Dieter Rapp. Bei ihnen können wir auch die vereinseigenen Gegenstände unterstellen, sagt Vorsitzender Uwe Kreuzpointner. Bereits am Donnerstag haben Helfer mit dem Aufbau des Zeltes begonnen. Über die Tage gerechnet, mit Auf- und Abbau und Festbetrieb sind gut 90 Vereinsmitglieder im Einsatz, ist vom Vorsitzenden zu erfahren. Dies sei ein Stück weit Kameradschaftspflege und darauf sind wir in der Zunft angewiesen, erzählt Uwe Kreuzpointner.

Am Samstagabend hatten wir einfach Glück mit der Witterung. Das Fest lief, die Gäste strömten aus allen Richtungen und Alleinunterhalter Bernhard Peter sorgte für die nötige musikalische Stimmung. Viel los war auch außerhalb des Zeltes. Das Küchenteam unter der Leitung von Timo Seewald hatte alle Hände voll zu tun. Doch Seewald überzeugte durch seine Motivationsgabe und spornte alle Helfer zu Höchstleistung an.

Das Angebot an Unterhaltung war überaus gut und reichlich vorhanden. Vor allem für die Kinder gab es ein tolles Angebot. Sie konnten sich in der Hüpfburg vergnügen oder die beiden Schaukeln und den Sandkasten nutzen, solange sie wollten. Die Rollenrutsche wurde zum begehrten Spielgerät. Denn die sirrenden Rollen übten auf die Kinder einen besonderen Reiz aus. Karin Weißer und Steffi Beha leisteten beim sonntäglichen Kinderschminken ihren Beitrag zum Fest.

Die Juxolympiade sorgte am Samstagabend für Spannung. Neun Mannschaften, darunter drei Kindermannschaften, kämpften um die Ehre des Sieges. Dazu waren einige knifflige Aufgaben zu lösen. Oliver Speth und Reinhard Weisser organisierten die Spiele. Die Erwachsenen konnten sich am Glücksrad versuchen oder sich am Kuhfladenlotto beteiligen. Mit Timo Helmstädter weilte ein Motorsägenkünstler auf dem Gelände. Für die muskelbepackten Festbesucher wurde ein "Hau den Lukas" aufgestellt, der guten Zuspruch fand. Am Sonntag hatten Kinder der Roggenbachschule unter der Leitung von Bianca Schweiger zudem einen Tanzauftritt.

Kieschtock-Zunft

Bereits 1935 wurde der Kieschtock als Symbol für die Fasnet und als Narrenzunft geschaffen. Durch den 2. Weltkrieg kam das Fasnachtstreiben zum Erliegen und erst 1957 erfolgte die Wiedergründung der Zunft am Aschermittwoch desselben Jahres. Die Fasneteröffnung wurde 1990 auf Drängen der Kieschtockgruppe auf den alemannischen Fasnachstbeginn an Dreikönig gelegt. (wm)