Über das Wochenende vom 3. bis 5. Februar 2017 erwartet die Kieschtock-Zunft Unterkirnach an die 5000 Narren und Besucher zum 7. Schwarzwälder Narrentreffen. Für die Mitglieder der mittlerweile 49 Zünfte ist die Teilnahme am Treffen Pflicht. Die Planungen für das Treffen kommen indes immer weiter voran.

Seit nun eineinhalb Jahren bereitet sich die Kieschtock-Zunft auf das Treffen vor, wie der erste Vorsitzende Uwe Kreuzpointer, sein Stellvertreter Andreas Weißer und der zweite Kassierer Sebastian Haas im Gespräch mitteilen. Trotzdem die Planungen schon ein gutes Stück vorangekommen sind ist noch viel zu tun, sind sich die drei Vorstandsmitglieder sicher.

Die Kieschtock-Zunft begeht 2017 ihr Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen, zeitgleich findet der alle drei Jahre stattfindende Schwarzwälder Narrentreff statt, der zur Herausforderung an die eigene Zunft wird. Am 44. Herbstkonvent der Narrenvereinigung, am 22. Oktober in der Festhalle Kirchdorf, werde man berichten, welche Aufgaben bereits erledigt sind, sagt Uwe Kreuzpointer.

Immerhin sind derzeit rund 80 Zunftmitglieder in 18 Gremien für die Ausrichtung des Narrentreffens tätig. Es sind logistische Fragen zu lösen, um den Besucheransturm in die richtigen Bahnen zu lenken. Es wird ein Parkplatzkonzept für die Autos ausgearbeitet, das bereits behördlich genehmigt wurde. Die anreisenden Busse werden in Villingen parken. Es werden Shuttleverbindungen angeboten, um nach Unterkirnach zu kommen.

Monatliche Treffen des Vorstands und der Zinkenräte als erweitertes Gremium werden abgehalten, um den Aufgabenkatalog zu besprechen und Vollzug zu melden. Diese Treffen dienen auch als Möglichkeit, sich gedanklich auszutauschen. Und so manche Aufgabe wurde dabei im Zunftkeller im ehemaligen Schulhaus aufgegriffen und gelöst, sind sich die Vorstände einig.

Dass die Zunft an die 300 Mitglieder hat, wovon die Hälfte sich in den verschiedenen Gruppen der Kieschtöck, Beerewieble, Holzwieble und dem Fanfarenzug engagieren, darf bei der Planung der vielfältigen Aktivitäten am Narrentreffen nicht unberücksichtigt bleiben. Allein zum Nachtumzug ab 19 Uhr am 3. Februar werden an die 30 Zünfte erwartet. Insgesamt rechnen die Vorstände an diesem Abend dann mit etwa 1500 Umzugs-Teilnehmern und Besuchern.

Kieschtock-Zunft

Das Symbol des Kieschtock wurde bereits 1935 geschaffen und eine Narrenzunft wurde gegründet. Es fanden Umzüge statt, an denen sich regelmäßig Musiker aus Vöhrenbach beteiligten. Bedingt durch den Krieg kam das Zunftleben allerdings zum Erliegen. Erste Umzüge fanden wieder ab 1950 statt. Ab 1957 übernahm der FC Alemannia die Organisation der Umzüge, deren Umfang ständig größer wurde. Am Aschermittwoch des 11. November 1967 wurde die Wiedergründung der Zunft vorgenommen. Die Kieschotckgruppe drängte auf die Verlegung des Fasnetbeginns auf den Beginn der Alemannischen Fasnet am Dreikönigstag, was 1990 schließlich erreicht wurde. (wm)