Welches Ausmaß der Wegzug der Firma Wahl für Unterkirnach hat, wird langsam aber sicher deutlich. Seit Wochen brüten Gemeinderat und Bürgermeister in Klausuren über die unvermeidlichen Sparmaßnahmen. Eine Gemeinde mit gut 2500 Einwohnern verliert ein Unternehmen mit 240 Mitarbeitern. Während man in großen Industriestädten schnell wieder zur Tagesordnung übergehen würde, ist diese Entwicklung für Unterkirnach eine Katastrophe erster Güte.

Die Verwaltung ist redlich bemüht, die Einschnitte möglichst verträglich und ohne Verlust an Lebensqualität zu realisieren. Wie schwierig das wird, ist bislang nur zwischen den Zeilen zu lesen. Wenn der nächste Schritt die "Priorisierung und Festlegung zukünftiger Schwerpunkte bei den Aufgaben der Gemeinde" ist, heißt das auf gut Deutsch, dass die bislang getroffenen Maßnahmen nicht ausreichen werden.

Dem Gemeinderat ist zu wünschen, dass die Bürger diesen steinigen Weg auch dann noch mitgehen, wenn die Maßnahmen über Streichungen für Schulfassade und Minigolfplatz hinausgehen. Der Wegzug eines Unternehmens dieser Größe tut richtig weh. Alternativen zum Sparkurs gibt es bislang nicht, die Gemeinde hat keine andere Wahl.