Zwei Varianten für die Erschließung des Gewerbegebiets Abendgrund in Unterkirnach hatte Rainer Christ vom Planungsbüro BIT Ingenieure für den Gemeinderat Unterkirnach im Gepäck. Letztlich entschied sich das Gremium nach Vorstellung und Beratung der Varianten für denjenigen Entwurf, der als sogenannte Variante eins aufgrund einer in der Mitte des Geländes verlaufenden Erschließungsachse die höhere Flexibilität für die Bebauung durch Gewerbebetriebe bietet.

Das zur Verfügung stehende Gelände im Abendgrund umfasst insgesamt rund 2,14 Hektar. Für Bauplätze werden rund 1,5 Hektar zur Verfügung stehen. Der Rest wird für öffentliche Flächen, wie insbesondere die Straße benötigt.

Neun Grundstücke mit 1000 bis 15000 Quadratmetern

Als erstes stellte Rainer Christ eine Variante mit möglichen neun Baugrundstücken rechts und links der als Sackgasse vorgesehenen Straße vor. Bei dieser Variante, für die sich das Gremium später entschied, sind die Baugrundstücke zwischen 1000 und 1500 Quadratmeter groß. Bei Bedarf könnte ein Unternehmen auch mehrere nebeneinanderliegende Grundstücke erwerben, um größer zu bauen.

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Bei der zweiten Variante hätte es nur fünf Baugrundstücke mit jeweils 2000 bis 2500 Quadratmetern gegeben. Die Straße war hier am Rand des Geländes entlang der Kirnach vorgesehen. Die Grundstücke wären südlich davon gelegen. Die Variante generiere bei praktisch gleichen Erschließungskosten „unpraktische Handtuchgrundstücke“, so Rainer Christ.

Bäume bleiben vorerst stehen

Einige grundsätzlich Gedanken machte sich das Gremium über den Baumbestand im südlichen, hangseitigen Bereich des Geländes. Zunächst sollen diese nun zum Schutz der angrenzenden Wohnbebauung stehen bleiben, bei Bedarf könne man sich weitere Gedanken machen.

Wendeplatte soll für Sattelzüge reichen

Auf Vorschlag von Susanne Ciampa wird die vorgesehene Wendeplatte so groß geplant, dass dort ein Sattelzug wenden kann. Beim späteren Grundstücksverkauf möchte Bürgermeister Andreas Braun einheimischen Betrieben oder Unternehmen, die der Gemeinde zum Beispiel durch Arbeitsplätze oder die Zahlung von Gewerbesteuer einen Nutzen bringen, den Vorrang gewähren, kündigte er an.

Zügig soll es weiter gehen

Zügig soll es nun weiter gehen, kündigte Rainer Christ nach diesem grundsätzlichen Beschluss des Gemeinderates an. Weil es für das Gebiet bereits einen Bebauungsplan gibt, ist ein vereinfachtes Verfahren möglich. Eine Umweltprüfung entfällt deshalb. Ein Lärmgutachten soll erstellt werden, so der Bürgermeister, um „das Thema proaktiv anzugehen.“ Bereits für November dieses Jahres ist der Abschluss der Erschließungsarbeiten vorgesehen.

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