Eigentlich ist an Aschermittwoch ja Schluss mit der alljährlichen Narretei. Dann beginnt die triste Fastenzeit, in der statt "Cordula Grün" wieder Capital Bra und Ariana Grande durch die Musiklisten geistern, das verschwitze Einhornkostüm und das Narrenhäs zum lüften auf die Terrasse gehängt und schlecht gelaunt weil fastend im Fitnessstudio geackert wird.

Auch in Unterkirnach hängen die bunten Wimpel noch.
Auch in Unterkirnach hängen die bunten Wimpel noch. | Bild: Lea Spormann

Doch während allenthalben wieder die Vernunft Einzug hält und das Leergut nach und nach beim Nahkauf im Automat versenkt wird, gibt es hier und da noch kleine Erinnerungen an die fünfte Jahreszeit. So hängen in Unterkirnach zum Beispiel immer noch die bunten Fasnachtswimpel über der Straße. Ähnliche Beobachtungen gibt es übrigens auch aus Fischbach.

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Dabei sollte sich jeder, der sich wundert oder gar darüber mault, dass die Wimpel so lange hängen bleiben, im Klaren darüber sein, dass nicht nur das Auf-, sondern auch das Abhängen viel Arbeit ist, die meistens von Ehrenamtlichen erledigt wird. Also kein Grund zur Aufregung. Schließlich sehen die Wimpel ja auch dekorativ aus. Und eigentlich könnte man die bunten Dreiecke gleich bis Juli hängen lassen. Denn dann steigt in Unterkirnach die große Party zum 775-jährigen Jubiläum. Dann ist zumindest für die Deko schon mal gesorgt. Denn auch das Dorffest bedeutet viel Arbeit. Und wer weiß: Am Ende wird der eine oder andere gar dazu motiviert, wieder im Einhornkostüm zu erscheinen?