Über etwas mehr als vier Kilometer führt der neue Weg in die Umgebung der Gemeinde und lädt zu einer Kurzwanderung oder auch einem ausgiebigen Spaziergang ein. Das Thema Wasser steht im Mittelpunkt des neuen Weges

Der Unterkirnacher Werkhofleiter Manfred Riehle (links) erläutert Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeister Andreas Braun die Streckenführung des neuen Premiumspazierwanderweges in Unterkirnach.
Der Unterkirnacher Werkhofleiter Manfred Riehle (links) erläutert Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeister Andreas Braun die Streckenführung des neuen Premiumspazierwanderweges in Unterkirnach. | Bild: Cornelia Putschbach
  • Aus Erlebnispfad wird Premiumweg: Vielen Wanderern, aber vor allem Familien, ist ein großer Teil der Routenführung des Premiumspazierwanderwegs unter dem Namen des Erlebnispfads „Wie wohnt Wasser?“ bereits bekannt. Denn im Wesentlichen gibt es diesen Wanderweg bereits seit dem Jahr 2010. Zahlreiche Gründe sprachen jedoch für die Gemeinde, den Landkreis und auch das Deutsche Wanderinstitut dafür, eine Aufwertung des Weges anzustreben und ihn weiter zu entwickeln. Zunächst stand im Vordergrund, aus dem bisherigen lassoförmigen Weg einen Rundweg zu gestalten. Start und Wegende sind nun am Parkplatz des Sportlertreffs. Ein weiterer Aspekt war, den Wegeverlauf anstatt durch das Wohngebiet über die Streuobstwiese zu verlegen.
Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeister Andreas Braun bei der Eröffnung des neuen Premiumspazierwanderweges.
Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeister Andreas Braun bei der Eröffnung des neuen Premiumspazierwanderweges. | Bild: Cornelia Putschbach
  • Wasser als wertvolles Gut: Thematisch befasst sich der neue Weg ebenfalls mit dem Wasser. Allerdings stellt er nun vielmehr die Frage in den Mittelpunkt: „Was passiert, wenn kein Wasser verfügbar ist?“. Tanni ist an vier neu eingerichteten Stationen auf der fieberhaften Suche nach Quelline. Er sucht sie im Hallenbad, auf der Streuobstwiese und vermutet sie in einem Hydranten. Auf spielerische Art zeigen die hierfür gefertigten Schautafeln eindrücklich, dass Wasser ein wertvolles Gut ist, mit dem man sparsam, achtsam und bedacht umgehen muss. Was passiert, wenn man das nicht tut, erfährt man auf dem neuen Teilstück in Richtung Regentor.
Im Wasserhochbehälter der Gemeinde Unterkirnach erklärt Ralf Scherer (links) Besuchern die Funktion der Ultrafiltrationsanlage, mit der feinste Trübstoffe, Bakterien und Viren aus dem Unterkirnacher Trinkwasser gefiltert werden.
Im Wasserhochbehälter der Gemeinde Unterkirnach erklärt Ralf Scherer (links) Besuchern die Funktion der Ultrafiltrationsanlage, mit der feinste Trübstoffe, Bakterien und Viren aus dem Unterkirnacher Trinkwasser gefiltert werden. | Bild: Cornelia Putschbach
  • Offizielle Eröffnung: Am Sonntagvormittag waren neben Vertretern der Gemeinde Unterkirnach und weiteren Gästen auch Landrat Sven Hinterseh, Landtagsabgeordnete Martina Braun und Jochen Becker vom Deutschen Wanderinstitut zum Parkplatz des Sportlertreffs gekommen. Gemeinsam eröffneten sie den Spazierwanderweg. Dank der „schlagkräftigen Unterstützung des Werkhofs“ sei der Spazierwanderweg jetzt nicht nur im übertragenen Sinne eine „runde Sache“ freute sich der Bürgermeister. Martina Braun betonte, wie wichtig es sei, sich solchen Themen, wie es jetzt der Spazierwanderweg tue, zu widmen. Sven Hinterseh machte darüber hinaus deutlich, dass sich der Landkreis unter anderem im Hinblick auf die Bedeutung des Tourismus in der Region in den vergangenen Jahren „extrem beim Thema Rad- und Wanderwege engagiert“ habe.
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  • Das Programm des Erlebnistages: Etliche Wanderer kamen am Sonntag, um den Weg zu gehen. Für Familien mit Kindern was das weiter zur Verfügung stehende Quiz rund um die Frage „Wie kommt das Wasser von der Quelle in die Dusche?“ eine beliebte Ergänzung zur Wanderung. Außerdem konnte am Sonntag der Wasserhochbehälter, das Herzstück der Unterkirnacher Wasserversorgung, besichtigt werden. Bei kostenlosem Eintritt lud auch das Hallenbad Aqualino zum Tag der offenen Türe ein.