Mit jeweils 50 Prozent sind die Gemeinde Unterkirnach und die Gesellschaft EGT an der Energiegesellschaft Unterkirnach (EGU) beteiligt. Der Gemeinderat hat den Jahresabschluss der EGU in seiner jüngsten Sitzung zur Kenntnis genommen und bewilligte der Energiegesellschaft außerdem ein Darlehen in Höhe von 250 000 Euro.

Sechsstelliger Überschuss

Die EGU erwirtschaftete im Geschäftsjahr vor Steuern einen Überschuss von rund 104 000 Euro. Die Gewinnabführung an die Gesellschaft der Gemeindewerke Unterkirnach belief sich auf gut 61 000 Euro, die Ausgleichsverpflichtung gegenüber der EGT auf 38 500 Euro. Insgesamt setzte die EGU im vergangenen Jahr 4,174 Millionen Kilowattstunden Strom ab. Investiert wurden rund 290 000 Euro. Im Wesentlichen erfolgten diese Investitionen im Bereich des Leitungsnetzes und der Hausanschlüsse. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um rund 9000 Euro auf zuletzt 74 000 Euro abgebaut. Gegenüber der Gemeinde besteht eine Darlehensverbindlichkeit über 156 000 Euro.

Investition durch Darlehen

Jetzt bewilligte der Gemeinderat Unterkirnachs ein weiteres Darlehen an die EGU in Höhe von 250.000 Euro. Die EGU verlegt ihre bislang als Freilandleitung verlaufenden Stromleitungen im Außenbereich im Zusammenhang mit der Verlegung von Abwasserleitungen und Glasfaser ebenfalls unterirdisch. Weil die EGU jedoch keine Rücklage ansparen kann, sondern ihren gesamten Gewinn jeweils an die Gesellschafter ausschüttet, ist für diese Investitionen eine Darlehensaufnahme erforderlich.

Wie Bürgermeister Andreas Braun dem Gemeinderat erläuterte, liege mit der Gewährung des Darlehens aus der Rücklage der Gemeinde nun eine sogenannte Win-win-Situation vor. Durch den Ansatz einer zweiprozentigen Verzinsung über dem Basiszinssatz erhält die EGU ein günstiges Darlehen und die Gemeinde Unterkirnach vermeidet durch dieses Vorgehen die Zahlung von Negativzinsen.