An der ersten Erkenntnis des Donnerstagabends bestand schon nach wenigen Minuten kein Zweifel: Michael Klafki war mit 50 Jahren pädagogischer Expertise die ideale Besetzung, um die gut 30 Zuhörer im Fohrenhof über die anstehenden Wahlen und die CDU-Kandidaten für den Gemeinderat zu informieren.

Mit einer mit viel Liebe gestalteten Präsentation unterrichtete Klafki die Anwesenden über Gemeinderats-, Europa- und Kreistagswahl, nicht ohne engagiert für seine CDU zu werben.

25 Prozent der Kandidaten sind weiblich

Neun Männer und drei Frauen haben sich bereit erklärt, auf der Liste 1 für den Gemeinderat zu kandidieren. Nicht alle haben ein schwarzes Parteibuch. Die Liste setzt sich aus CDU-Mitgliedern und Anhängern der unabhängigen Bürgervereinigung zusammen. "Unterkirnach ist uns nicht gleichgültig und wir wollen für ein liebens- und lebenswertes Dorf kämpfen", so Klafki zur Motivation seiner Mitstreiter.

Warum Unterkirnach ein "Golddorf" ist

Dass es sich hierbei um ein lohnendes Unterfangen handelt, unterstrichen die Kandidaten, indem sie Unterkirnach kurzerhand zum "Golddorf" erklärten. Nicht, weil in der Ruine eine Schatzkiste schlummert, die dem Bürgermeister derzeit sehr gelegen käme. Sondern, weil das Dorf mit Infrastruktur, Angeboten und letztlich einer hohen Lebensqualität punkten kann.

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Lebensqualität und Infrastruktur erhalten

Diese zu erhalten war dann auch das einhellige Ziel der Kandidaten, die sich mehr oder weniger ausführlich selbst vorstellten. Vor allem für die Kandidaten ohne Mandat war der Abend eine gute Gelegenheit, sich mit durchaus unterschiedlichen Akzenten zu präsentieren.

Bernd Dietrich versprach, ein Auge auf das Stadtsäckel zu haben. Gerhard Graf kämpft für das Aqualino. Karin Dold, mit 29 Jahren die Jüngste, legt den Fokus auf die Familien. Klaus Kuhnt steht für eine naturnahe und dennoch wirtschaftliche Entwicklung von Unterkirnach.

Gunnar Mutz fordert mehr bezahlbaren Wohnraum und Teilhabe. Kati Neumann möchte Betreuungsangebote für Jung und Alt aufbauen. Dazu könnte, so Patrick Seng, auch ein Waldkindergarten gehören. Rolf Weißer schließlich liegt der Erhalt der Landschaft am Herzen.

Um die sieben Sitze im Rat zu verteidigen, müssen zuvor jedoch erst mal die Plakate aufgehängt werden, eine Zitat Klafki: "Harte Knochenarbeit!"

Patrick Seng, Gerhard Graf, Bernhard Kuberczyk, Klaus Kuhnt, Susanne Ciampa, Kati Neumann, Karin Dold, Gunnar Mutz, Rolf Weißer, Michael Klafki, Wolfgang Rahn und Bernd Dietrich kandidieren für die Liste 1 zur Gemeinderatswahl in Unterkirnach.
Patrick Seng, Gerhard Graf, Bernhard Kuberczyk, Klaus Kuhnt, Susanne Ciampa, Kati Neumann, Karin Dold, Gunnar Mutz, Rolf Weißer, Michael Klafki, Wolfgang Rahn und Bernd Dietrich kandidieren für die Liste 1 zur Gemeinderatswahl in Unterkirnach. | Bild: Kevin Rodgers

Das fordern die Kandidaten

Für die Liste 1 treten bei der Gemeinderatswahl am Sonntag, 26. Mai, in alphabetischer Reihenfolge folgende Bürgerinnen und Bürger an: Susanne Ciampa, 50, Selbstständig; Bernd Dietrich, 58, Zweiradmechanikermeister, eingetragener Kaufmann; Karin Dold, 29, Finanzbeamtin; Gerhard Graf, 57, Hauptmann a.D., Erzieher; Michael Klafki, 73, Lehrer im Ruhestand; Bernhard Kuberczyk, 67, freier Architekt; Klaus Kuhnt, 46, Lehrer; Gunnar Mutz, 45, Servicetechniker; Kati Neumann, 34, Betriebswirtin, Reiseverkehrskauffrau; Patrick Seng, 48, Projektmanager; Dr. Wolfgang Rahn, 67, Radiologe; Rolf Weißer, 60, Diplom-Bauingenieur.