Unterkirnach (put) Ein Verein, der sich dem Sport mit der gelben Filzkugel widmet und seine Mitgliederzahl stabil halten oder gar steigern möchte, muss mehr bieten als nur das rein sportliche Angebot. Dessen ist man sich beim Tennisclub Unterkirnach bewusst und gestaltet sein Jahresprogramm mit geselligen Punkten wie zum Beispiel einer Radtour, einer Wanderung und auch dem Sommerfest entsprechend. Der Erfolg gibt den Verantwortlichen um Vorsitzenden Siegfried Bayer recht. Der Verein konnte ganz entgegen des landläufigen Trends im Tennissport seine Mitgliederzahl im vergangenen Jahr steigern. 94 Mitgliedern im Vorjahr steht jetzt die Zahl von 101 Mitgliedern, davon 40 Aktive sowie 19 Kinder- und Jugendliche, gegenüber.

Durch das Entfernen einiger Bäume und Sträucher fällt nun weniger Schatten auf die Plätze und das angrenzende Gelände der Spielscheune. Außerdem wurden einige Arbeiten am Clubhaus erledigt, die teilweise durch den Sportbund gefördert werden. Clubhaus und Anlage seien wie auch das durchschnittliche Alter der Mitglieder eben etwas in die Jahre gekommen, bemerkte dazu Bürgermeisterstellvertreter Bernhard Kuberczyk mit einem Augenzwinkern und lobte gleichzeitig die gute Jugendarbeit und das Vereinsleben. des Tennisclubs.

Neu aufgelegt wurde die Möglichkeit einer Schnuppermitgliedschaft. Zudem wurde eine Spielerbörse initiiert. Eine wesentliche Neuausrichtung erfuhr auch das Training der Spieler. Den Trainern Sebastian Kuhn aus St. Georgen und Allison Eitel aus Villingen bescheinigte Sportwart Wolfram Zimmer gute Arbeit. Die einzige aktuell zum Spielbetrieb gemeldete Mannschaft, die Herren 60 4er-Mannschaft, belegte in der zweiten Bezirksklasse einen Platz im Mittelfeld der Liga.

In den bewährten Händen von Barbara Zimmer liegt die Jugendarbeit des Vereins. Sie zeichnet außerdem für eine Arbeitsgemeinschaft Tennis bei der Roggenbachschule verantwortlich. Jugendsprecher ist Marc Schallock. Bemerkenswert ist, dass der Verein die Kosten des Jugendtrainings mit 20 beziehungsweise 25 Prozent im Sommer und Winter bezuschusst und damit klar Position für die Wichtigkeit der Förderung des Nachwuchses bezieht.