Unterkirnach im Ausnahmezustand. Mehr als 4000 Hästräger und mehrere tausend Besucher feierten am Sonntag das 50-jährige Bestehen der Kieschtockzunft. Drei Stunden zog der farbenprächtige Umzug durch den Ort.

Nach dem bereits der Nachtumzug am Freitag und der Kinderumzug am Samstag die Besucher zahlreich an den Straßenrand lockten, steigerte sich die Besucherzahl am Sonntag noch einmal merklich. Die närrisch verkleideten Zuschauer ließen sich dabei auch von einsetzenden Schneeregen nicht beirren. "Schön, dass sie alle da sind.

Bei schönem Wetter kann jeder kommen", lobte Unterkirnachs Bürgermeister Andreas Braun, der das närrische Geschehen auf der Ehrentribüne gemeinsam mit Landrat Sven Hinterseh, Landtagsabgeordneter Karl Rombach und dem Präsidenten der Schwarzwälder Narrenvereinigung, Gerd Kaltenbach, verfolgte.

Denn der Umzug war auch der siebte Schwarzwälder Narrentreff der Zünfte der Schwarzwälder Narrenvereinigung, die so nur alle drei Jahre zusammenkommen. Ehrengäste und Zuschauer bekamen einen grandiosen Umzug zu sehen. Der wurde angeführt vom Fanfarenzug und der Jubiläumszunft mit den Narrenfiguren Kieschtock, Holzwieber und Beerenwieble.
Die Besucher am Straßenrand erlebten ein närrisches Spektakel, das es so in den vergangenen 50 Jahren sicher nicht gegeben hat. Die Häs- und Maskenträger hüpften und tanzten durch die Straßen, verteilten großzügig Süßigkeiten und trieben so manchen Schabernack mit den Besuchern.

Wer nicht aufpasste, musste seine Mütze vom Kopf des Nachbarn zurückholen, fand sich unter einer Konfetti- oder Strohdusche wieder oder durfte eine Extrarunde mit einer Chaise drehen. Sehr zur Freude der übrigen Zuschauer, die davon verschont blieben.

Vor und nach dem Umzug feierten Narren und Besucher in den großen Partyzelten im Narrendorf und stießen dabei auf das von der Kieschtockzunft bestens organisierte Festwochenende an.

SÜDKURIER-Reporter mittendrin im Umzug


Livestream vom Umzug in voller Länge zum Nachsehen