Der "Tag der Feuerwehr", der in Unterkirnach alle zwei Jahre stattfindet, bot allen Interessierten spannende Einblicke in Technik, Ausbildung und aktive Einsätze der Floriansjünger. Mehrere hundert Besucher nahmen das Angebot wahr, einmal den Alltag der Feuerwehr kennenlernen zu dürfen. Als Höhepunkt wurden die Gefahren eines Wohnzimmerbrandes durch Fahrlässigkeit in einem Brandcontainer präsentiert.

"Es ist ein schöner Abend, alle sind aus dem Haus, doch die Kerze wird im Wohnzimmer vergessen und brennt noch immer", erläuterte Gruppenführer Raimund Weißer das Szenario der folgenden Brand-Show. In fünf Minuten haben die Flammen den größten Teil der Wohnzimmermöbel verschlungen, Rauchschwaden krönen die sich in einem Schwall ergießende Flammenwand. Eingepumpter Sauerstoff erzeugt einen Flashover, die intensivste Phase des Brandes beginnt.

Beim Containerbrand wurde das Wohnzimmer ein Opfer der Flammen.
Beim Containerbrand wurde das Wohnzimmer ein Opfer der Flammen.

"Selbst die hochgiftigen Dämpfe mit Blausäureverbindungen an der Decke können sich nun entzünden, es herrschen mehrere Hundert Grad im Container", kommentiert Weißer das Geschehen weiter am Mikrofon, bis die Atemschutzträger dem Wüten ein Ende bereiten. Für die Schaulustigen eine effektvolle Show, die ihnen auch das gefährliche Aufgabengebiet der freiwilligen Feuerwehr demonstriert. Die Feuerwehr Leonberg hatte den Unterkirnachern den Brandcontainer zur Verfügung gestellt.

Für die Gäste war die Show eine beeindruckende Demonstration der gefährlichen Feuerwehrarbeit.
Für die Gäste war die Show eine beeindruckende Demonstration der gefährlichen Feuerwehrarbeit.

Doch der Tag der Feuerwehr bot den Gästen neben einem Informationsangebot zur Jugendarbeit noch zahlreiche Schnuppermöglichkeiten zur Feuerwehrarbeit. Bei der Fahrzeugschau konnte die gesamte technische Ausrüstung begutachtet werden, bei Übungen mit dem Löschtrainer konnte man eigens Hand an das Strahlrohr legen und an der Spritzwand der Jugendfeuerwehr konnten sich auch Kinder als Feuerwehrleute versuchen. Insbesondere die Kinderfahrten mit den drei Einsatzfahrzeugen standen bei den kleinen Besuchern hoch im Kurs.

Insbesondere die kleinen Besucher hatten großes Interesse an der Fahrzeugschau und den Kinderfahrten. Hier der ehemalige Unterkirnacher Matthias Günter mit Sohn Jakob.
Insbesondere die kleinen Besucher hatten großes Interesse an der Fahrzeugschau und den Kinderfahrten. Hier der ehemalige Unterkirnacher Matthias Günter mit Sohn Jakob.

Feuerwehrkommandant Klaus Beha beschreibt die aktuelle Lage der Unterkirnacher Wehr: "Unser Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ist zehn Jahre alt, der Mannschaftstransportwagen erst vier Jahre, das Tanklöschfahrzeug ist etwa 18 Jahre alt. Mit 32 Aktiven und 17 Jugendlichen sind wir gut aufgestellt und eine schlagkräftige Feuerwehr auf dem Lande."