Rund ein Jahr ist es her, dass die Kieschtock-Zunft anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens das große Narrentreffen in Unterkirnach gefeiert hat. Am Freitag wurde im Rahmen der Hauptversammlung im Saal des Stadthofes noch einmal deutlich, welch großer Erfolg das Narrentreffen war.

Sowohl die Präsidentin der Schwarzwälder Narrenvereinigung, Anne-Rosel Schwarz, als auch Bürgermeister Andreas Braun erinnerten im Laufe der Versammlung voll des Lobes an das Narrentreffen und das große Engagement der Zunft und ihrer Mitglieder.

Auch außerhalb der Fasnettage stellen die Mitglieder der Zunft einiges auf die Beine. So konnte Tobias Dold für die Kieschtöck beispielsweise von der Mithilfe beim Dorffest und beim Sommerfest der Zunft im Stockwald berichten. Auch die Beerewieble und Holzwieber um Sylvia Obergfell und der Fanfarenzug um Angelika Fleig blickt auf ein Programm mit vielen Aktionen zurück. Die Trachtenfrauen um Ingrid Günter pflegen das Brauchtum des Dorfes. So werden zum Beispiel bei Heimatabenden Volkslieder gesungen.

"Kurz und knackig" sei die Fasnet in diesem Jahr gewesen, sagte der Vorsitzende der Kieschtock-Zunft, Uwe Kreuzpointner, für den Zinkenrat. Die Planungsaufgaben seien deshalb sehr gut zu bewältigen gewesen. Der Umfang des Narrentreffens wurde nochmals deutlich, als Kassiererin Ursula Ragg ihr beeindruckendes Zahlenwerk vorstellte. Nicht zuletzt dank des Großereignisses konnte sie von einem gesunden Plus in der Kasse berichten.

Zahlreiche Ehrungen standen im Anschluss an die Berichte auf der Tagesordnung der Narrenzunft. Mitglieder konnten für fünfjährige und für 20-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. Zu Ehrenmitgliedern wurden Rosi Ketterer, Willi Beha, Inge Strobel und Klaus Weißer ernannt. Über die Ehrungen durch die Schwarzwälder Narrenvereinigung werden wir noch berichten.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Uwe Kreuzpointner als Vorsitzender der Narrenzunft bestätigt. Kassiererin Ursula Ragg hätte es gerne gesehen, wenn sich ein Nachfolger für sie gefunden hätte. Mangels anderer Kandidaten stand sie schließlich für eine "tatsächlich letzte" Amtsperiode zur Verfügung. Unterstützt wird sie künftig durch Diane Gruber, die kommissarisch zur stellvertretenden Kassiererin ernannt wurde. Bärbel Beha wurde zur Zinkenrätin für den Zinken Stockwald gewählt. Protokollführerin bleibt Verena Claus. Neue Jugendwartin ist Isabell Bach.

Zum Abschluss der Hauptversammlung musste Bürgermeister Andreas Braun schließlich noch eingestehen, dass die Kieschtock-Zunft aktuell tatsächlich noch immer der heimliche Machthaber in Unterkirnach ist. Am Fasnetdienstag scheiterte beim Fasnetverbrennen die Rückgabe des Rathausschlüssels, weil der Bürgermeister erkrankt war. Wissend um die Tragweite dieser Tatsache ließ sich der Bürgermeister nun ein besonderes Lockmittel einfallen. Am Vorabend des 1. Mai lädt er die Zunft auf dem Rathausvorplatz zum Grillen ein. So hofft er, sein Symbol der Rathausmacht zurückzuerlangen.

 

Die Kieschtock-Zunft

Die Gründung erfolgte 1967, doch die Wurzeln reichen inss Jahr 1935 zurück. Heute zählt die Zunft 301 Mitglieder, davon 155 aktive und 146 passive Mitglieder. 40 Kinder und Jugendliche gehören der Zunft an. In vier Gruppen, den Kieschtöck, den Beerewieble und Holzwieber, dem Fanfarenzug und den Trachtenfrauen sind die Mitglieder aktiv. Hinzu kommt der Zinkenrat mit Vertretern der Unterkirnacher Zinken, also der Hofflächen der Gemeinde.

http://www.kieschtockzunft.de