Im Landkreis Tuttlingen gibt es jetzt 15 Zentren, die Corona-Schnelltests anbieten. Die Kreisorte haben diese Zentren teils interkommunal organisiert. Mit einer „stabilen Seitwärtsbewegung“ lag der Landkreis Tuttlingen bei seiner Inzidenz bis Mittwoch laut Landrat Stefan Bär noch deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 130. Allerdings wurden am Donnerstag 44 neue positive Fälle gemeldet, so dass die Inzidenz auf Kreisebene dann ebenfalls den Wert von 131 erreichte. Aktuell sind im Kreis 237 Menschen mit Corona infiziert, davon 93 mit einer Virusmutation. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona stieg am Donnerstag um drei betagte Menschen auf insgesamt 120. Leicht rückläufig war die Zahl der Corona-Patienten im Klinikum, die bei acht lag, davon drei auf der Intensivstation. Was die Altersgruppen der Infizierten angehe, so seien kreisweit weniger Ältere und weniger Kinder betroffen, sondern die Gruppe der 18 bis 60-Jährigen, so Bär. Als neuen landesweiten Grenzwert, der verschärfte Regelungen wie Ausgangsbeschränkungen nach sich ziehen könnte, nannte Bär am Donnerstag die Inzidenz von 150. „Wir müssen alles tun, um unter dieser Inzidenz zu bleiben“, so sein Appell. Bär kündigte an, das Kreisimpfzentrum bleibe über Ostern durchweg offen, außer am Sonntag. Beratungsgespräche vor dem Impfen würden ausgeweitet und ein weiterer Arzt hinzugezogen. Man werde weiter über 60-Jährige, die es wollen, mit dem umstrittenen Impfstoff Astrazeneca impfen.