In den Abendstunden des 1. Mai ist es in der Tuttlinger Innenstadt zu einer nicht erlaubten Ansammlung von mehreren, teils vermummten Personen und Fackelträgern gekommen, bei welcher mit einem massiven Kräfteeinsatz von Beamten des Polizeipräsidiums Konstanz und der Bundespolizei interveniert werden musste. Damals wurde massiv gegen die Beamten vorgegangen. So sei es laut Polizei unter anderem zu Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzungen sowie eindeutigen Sprechchören und Beleidigungen gegen die eingesetzten Beamten, zu Körperverletzungs-, Sachbeschädigungs- und Diebstahlsdelikten an Dienstfahrzeugen gekommen.

Vorfälle aufgearbeitet

Wie in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Rottweil und des Polizeipräsidiums Konstanz erklärt wird, habe eine nach den Ereignissen eingerichtete Ermittlungsgruppe „Honberg“ beim Polizeirevier Tuttlingen mittlerweile die Vorfälle aufgearbeitet. Sie habe gegen Teilnehmer der Ansammlung auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Rottweil entsprechende Ermittlungen eingeleitet.

Gegen Verordnung verstoßen

So bestehe gegen 46 Teilnehmer der Ansammlung der Anfangsverdacht des begangenen Landfriedensbruches. Außerdem sollen alle Teilnehmer gegen die zum Tatzeitpunkt geltenden Bestimmungen der Corona-Verordnung Baden-Württemberg verstoßen haben.

Angriff auf die Polizei

Gegen elf der Personen werde ein Ermittlungsverfahren wegen des tätlichen Angriffs gegen Polizeibeamte, wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte teils in Tateinheit mit begangenen Körperverletzungsdelikte, unter anderem auch wegen Beleidigung geführt. Einem der Organisatoren wird zudem die Anstiftung zum Landfriedensbruch vorgeworfen. Auch wegen den begangenen Sachbeschädigungen an den eingesetzten Dienstwagen beziehungsweise wegen Diebstahlsdelikten an den Fahrzeugen wird ermittelt. Entsprechende Strafverfahren gegen die betroffenen Personen werden der zuständigen Staatsanwaltschaft Rottweil vorgelegt.