Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass die Eröffnung der Kreisimpfzentren (KIZ) nicht wie ursprünglich geplant am 15. Januar, sondern erst am 22. Januar wird. Lieferengpässe bei der Impfstoffvergabe durch den Bund seien der Grund, so heißt es in der offiziellen Mitteilung des Ministeriums, wie die Kreisverwaltung Tuttlingen schreibt.

.„Wir sind enttäuscht, dass wir am 15. Januar nicht wie geplant mit den Impfungen im Landkreis Tuttlingen beginnen können“, lässt Landrat Stefan Bär verlautbaren. „Mit Nachdruck haben wir den Aufbau des KIZ vorangetrieben und hätten den Termin halten können. Heute wurde die IT-Ausstattung geliefert und einem ersten Programmtest erfolgreich unterzogen“, so der Landrat weiter.

Aktuell bemüht sich der Landkreis in Gesprächen mit dem Land darum, zumindest die mobilen Impfungen in den Heimen durchführen zu können. „Wir erwarten, dass das Land dieser Aufgabe nachkommt und die mobilen Teams bereits in der kommenden Woche im Kreis unterwegs sein werden“, zeigt sich Bär zuversichtlich.

Am Donnerstag hatte der Landkreis Tuttlingen 52 positive Fälle zu verzeichnen. 20 von 35 Gemeinden sind betroffen, darunter Geisingen mit einem neuen Fall. Geisingen weist damit 50 aktive Infektionen auf, Immendingen 27.

Es liegen 21 Negativbefunde vor, genesen sind sind 7 weitere Personen. Das Klinikum verzeichnet Stand heute 25 Patienten, fünf davon befinden sich auf der Intensivstation und zwei davon werden beatmet. Der jüngste zu beatmende Patient ist 77, der Älteste ist 88 Jahre alt. In den insgesamt 18 Pflegeheimen haben derzeit 56 Bewohner und 37 Mitarbeiter das Virus. Von den 52 Neuinfizierten sind 14 Personen über 60 Jahre alt. Von diesen 14 Personen sind sechs über 80 Jahre alt.

Die Zahl der Todesfälle mit Corona-Indikation liegt bei 85.

Morgen wird der Inzidenzwert bei etwa 185,9 liegen.