Das Corona-Jahr 2020 hat deutliche Spuren in den Bilanzen der Tuttlinger Bäder hinterlassen. Da vor allen im TuWass die Zahl der Besucher um 75 Prozent sank, blieb am Ende ein Jahresverlust von 3,6 Millionen Euro. Betrieben werden sowohl das TuWass als auch das Freibad von der Tuttlinger Bäder GmbH. Über einen steuerlichen Querverbund werden seit jeher die Verluste der Bäder GmbH mit Gewinnen der Stadtwerke Tuttlingen GmbH (SWT) sowie der Parkhaus GmbH ausgeglichen. Bereits seit mehreren Jahren war aber auch dies nur begrenzt möglich, da die Bäderverluste die Gewinne der SWT und der Parkhaus GmbH überstiegen.

2021 drohen ähnliche Verluste

Mehrfach sprang daher die Stadt Tuttlingen den SWT durch eine Aufstockung der Kapitalrücklage bei. Im Corona-Jahr 2020 soll die Stadt nun einmalig weitere 800 000 Euro drauflegen, um die Verluste der Bäder auszugleichen. Eine entsprechende Empfehlung gab auch der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats. Dies ist aber nur in diesem Jahr aufgrund einer Sondergenehmigung möglich. Da eine Öffnung der Bäder nicht absehbar sind, drohen der Bäder GmbH für 2021 ähnliche Verluste wie im Vorjahr. Da die Stadt nach heutigem Recht nicht ein zweites Mal einspringen dürfte, brachtet OB Beck den Vorschlag ein, im Zweifelsfall die Unternehmenstruktur zu ändern.