Die Angeklagte lebte im Februar des vergangenen Jahres zusammen mit ihrer 1943 geborenen Mutter. Als diese in der Wohnung gestürzt war und nicht mehr aufstehen konnte, habe die Tochter trotz entsprechender Verpflichtung keine, wie das Gericht in einer Pressemitteilung formuliert, „zumutbaren Rettungs- und Hilfsmaßnahmen“ ergriffen. Die Mutter verstarb nach wenigen Tagen.

Polizeiliche Siegel wurden entfernt

Die Angeklagte soll unter einer psychischen Störung und einer Intelligenzminderung leiden. Im März 2021 soll die Angeklagte versucht haben, die gemeinsame Wohnung zu betreten. Laut Gerichtsschrift soll sie davor das von der Polizei angebrachte Siegel entfernt haben. das nach dem Tod ihrer Mutter von der Polizei angebrachte Siegel. Zwei Tage später soll sie ein neuerlich angebrachtes Siegel erneut entfernt haben.

Im April 2021 soll die Angeklagte in einer Bankfiliale in einer anderen Kreisgemeinde versucht haben, sich Geld auszahlen zu lassen. Als eine Bankangestellte die Auszahlung verweigerte, sei sie bedroht worden.

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In derselben Bankfiliale soll die Angeklagte im Juli 2021 sogar handgreiflich geworden sein. Ihr wird vorgeworfen, einer Bankangestellte an den Haaren gezogen haben, nachdem diese die Ausführung eines Überweisungsauftrags abgelehnt hatte.

Nachbarin mit Messer bedroht

Auch das Verhalten gegenüber einer Nachbarin wurde aktenkundig. Im Mai 2021 soll die Angeklagte ihren Nachbarn beleidigt und im Juni 2021 ihre Nachbarin mit einem Messer bedroht haben.

Derzeit in Psychiatrie untergebracht

Seit Anfang September befindet sich die Angeklagte aufgrund eines Unterbringungsbefehls der 1. Schwurgerichtskammer in einstweiliger Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Weil von einer beeinträchtigten Schuldfähigkeit auszugehen sei, strebt die Staatsanwaltschaft die Unterbringung der Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus an.