Der Schneeeinbruch vom Donnerstag hat den Bauhof den ganzen Tag auf Trab gehalten. Obwohl sämtliche Mitarbeiter im Einsatz waren, konnten nur die wichtigsten Straßen geräumt werden. Umso ärgerlicher sei es, dass Bauhof-Mitarbeiter von einzelnen Bürgern immer wieder beschimpft wurden, heißt es in der Pressemitteilung.

In der Nacht auf Freitag weitere Schneefälle

„So viel Schnee innerhalb so kurzer Zeit hatten wir seit Jahren nicht mehr“, wird Bauhof-Leiter Gerd Rudolf zitiert. Seit um 3 Uhr ist sein ganzes Team im Einsatz, und auch nach dem regulären Schichtende um 22 Uhr wird weiter geräumt. Schließlich sind auch für die Nacht weitere Schneefälle angekündigt.

Alle 70 Mitarbeiter des Bauhofs sind derzeit im Einsatz – „zum Glück haben wir derzeit keine Krankenstände“, so Rudolf. Mit jeweils zehn großen und zehn kleinen Räumfahrzeugen sind die Männer unterwegs, außerdem gibt es neun Handtrupps mit jeweils mehreren Leuten, die Fußwege und schwer zugängliche Stellen räumen.

Für die Nebenstraßen reicht es nicht

Trotz des Einsatzes gelingt es dem Bauhof nicht, sämtliche Straßen zu räumen. „Wir schaffen gerade mal die Hauptverkehrsstraßen, die Straßen mit Buslinien sowie die Steigungen“, so Gerd Rudolf – also die Strecken, die im Winterdienstplan der Stadt den Kategorien eins und zwei zugeordnet sind. Für den großen Rest in Kategorie drei – also sämtliche Wohn- und Nebenstraßen – reicht es nicht mehr. „Wenn wir die wichtigsten Straßen durch haben, können wir gerade wieder von vorne anfangen“, so Rudolf.

Wohin mit dem Schnee?

Das Problem werde sich während der nächsten Tage verschärfen, denn weitere Niederschläge sind angekündigt. Und vor allem: „Wir wissen bald nicht mehr, wohin mit dem Schnee“, so Gerd Rudolf. Man müsse sich also auch in den kommenden Tagen auf schwierige Straßenverhältnisse einstellen – und sollte auf nicht zwingend nötige Fahrten am besten verzichten.

OB mahnt zu Geduld und Verständnis

Umso ärgerlicher sei es, dass sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger auch direkt bei Fahrern beschweren, dass in ihrer Straße nicht geräumt worden sei. „Bei extremen Wetterlagen wie diesen ist das einfach nicht möglich“, so OB Michael Beck. Er könne daher nur an die Geduld und das Verständnis der Menschen appellieren.