295 Kandidaten aus sieben Parteien bewerben sich am Sonntag, 26. Mai, um einen Sitz im Tuttlinger Kreistag. Neben den im bisherigen Gremium bereits vertretenen Parteien CDU, Freie Wähler, Offene Grüne Liste, SPD und FDP kommen bei der Kreistagswahl 2019 noch zwei neue Wahlvorschläge der Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz sowie der Alternative für Deutschland hinzu. Die Freien Wähler treten nur in sechs, die Tierschutzallianz in einem und die AfD in vier Wahlkreisen des Landkreises an. Insgesamt werden bei der Kreistagswahl in sieben Wahlkreisen 40 Sitze vergeben, wobei sich aktuell in den Wahlkreisen Spaichingen und Trossingen eine Verschiebung der Sitzzahl ergeben hat. Der bisherige Kreistag hat mit Ausgleichsitzen eine Größe von 43 Mandatsträgern.

  • Kreiswahlausschuss tagt: Über die Zulassung der Wahlvorschläge für die kommende Kreistagswahl entschied am Donnerstagmorgen der Kreiswahlausschuss, der unter Leitung von Kreiswahlleiter Landrat Stefan Bär sowie des Leiters des Kommunalamts, Harald Bächle im Landratsamt Tuttlingen tagte. Dem Gremium gehören als Beisitzer Anton Stier (CDU), Hans Reisbeck (FW), Petra Schmidt-Böhme (OGL), Helmut Wagner (SPD) und Helga Merkt (FDP) an. Wie Landrat Bär erläuterte, besteht der Landkreis bei der Kreistagswahl im Mai weiterhin aus sieben Wahlkreisen. Die Sitzzahl 40 verteilt sich dabei wie folgt: Wahlkreis eins (Tuttlingen) zehn Sitze, Wahlkreis zwei (Mühlheim) vier Sitze, Wahlkreis drei (Gosheim) vier Sitze, Wahlkreis vier (Spaichingen) acht Sitze (minus einer), Wahlkreis fünf (Trossingen) sechs Sitze (plus einer), Wahlkreis sechs (Wurmlingen) und Wahlkreis sieben (Immendingen/Geisingen) jeweils vier Sitze. Bei der Wahl ist jeweils das 1,5-Fache an Kandidaten zugelassen.
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  • Sieben Wahlvorschläge: Bei der Einreichung ihrer Wahlvorschläge benötigten die im Kreistag bereits vertretenen Parteien und die im Landtag vertretene AfD keine Unterstützungs-Unterschriften. Die Tierschutzallianz reichte die nötigen 50 Unterschriften mit ein. Die Reihenfolge der Wahlvorschläge ergibt sich bei den im Kreistag schon tätigen Parteien aus ihrer Stimmenzahl bei der letzen Wahl, bei den neuen Parteien aus der zeitlichen Einreichung ihrer Listen. Das bedeutet folgendes Ranking: CDU, Freie Wähler, OGL, SPD, FDP, Tierschutzallianz und AfD. Die Freien Wähler haben keine Liste für den Wahlkreis Immendingen/Geisingen eingereicht. Die Tierschutzallianz tritt nur im Wahlkreis Tuttlingen an, die AfD schickt nur in den Wahlkreisen Tuttlingen, Gosheim, Spaichingen und Trossingen Kandidaten für den Kreistag ins Rennen.
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  • Mehr Bewerber als 2014: Wie Harald Bächle informierte, bewerben sich bei der Kreistagswahl 2019 auf den sieben Listen insgesamt 295 Bewerber um die Wählergunst. Vor fünf Jahren waren es noch 271 Kreistagskandidaten, also 34 weniger. Bei den 295 aktuellen Kandidaten handelt es sich laut Bächle um 88 weibliche Bewerber und 207 männliche. Weder zu den sieben Listen noch zu den einzelnen Bewerbern habe sich eine Beanstandung ergeben, so Kreiswahlleiter Stefan Bär. Die Namen der Kandidaten werden am Samstag, 13. April, öffentlich bekannt gemacht. Zur Feststellung des offiziellen amtlichen Endergebnisses der Kreistagswahl trifft sich der Kreiswahlausschuss am Montag, 17. Juni, um 10 Uhr erneut im Landratsamt.