In Anwesenheit von Oberbürgermeister Michael Beck, Sybill Storz und Karl-Christian Storz wurde das nun fertiggestellte Kunstwerk – ein filigraner Globus mit Lichtinstallation – offiziell eingeweiht und als neues Gestaltungsobjekt am nördlichen Stadteingang der Öffentlichkeit übergeben. Das von der Firma Karl Storz gestiftete Kunstwerk besteht aus Glasfaserkunststoff-Rohren sowie Edelstahlbauteilen und hat die Form einer angeschnitten Kugel. Licht- und luftdurchflutet erinnert dieser Globus an das Gitternetz des weltweiten Koordinatensystems. Dank einer Lichtinstallation wird auf dieser Weltkugel einerseits der 48. Breitengrad, der durch die Stadt Tuttlingen läuft, sowie die Position der Stadt Tuttlingen mit Lichtpunkten hervorgehoben. Weitere Lichtpunkte kennzeichnen die weltweiten Karl Storz Niederlassungen. Die Lichtinstallation wird durch eine im oberen Bereich der Weltkugel installierte Photovoltaikanlage selbstversorgend gespeist.

„Unser großer Dank richtet sich an die Stadt Tuttlingen, ohne die die Realisierung des Kunstwerks nicht möglich gewesen wäre. Die Weltkugel symbolisiert nicht nur das Weltzentrum der Medizintechnik, sondern die feine und leichte Struktur steht auch für Einblicke und Ausblicke und ist somit eng mit dem Familienunternehmen Karl Storz verbunden. Mit der Endoskopie, die mein Vater wegweisend geprägt hat, schaffen wir Einblicke in verborgene Körperhöhlen. Ausblick bedeutet, dass wir als Unternehmen weltoffen agieren, aber auch den Ausblick auf die Landschaft und auf die Tradition, die uns umgibt, schätzen. Tuttlingen ist unsere Heimat, in der wir uns wohl fühlen, und von hier aus stehen wir mit Ärzten aus der ganzen Welt im engen Dialog“, so Unternehmerin Sybill Storz.

Traditionsbewusstsein und Weltoffenheit sind zwei Eckpfeiler, die auch die dritte Familiengeneration, Karl-Christian Storz, fest im Blick hat: „Die Weltkugel kann als ein modernes Stadttor wahrgenommen werden, das Gäste und Bürger jederzeit willkommen heißt. Die Stadt Tuttlingen und auch das Familienunternehmen Karl Storz verdankt seine Entwicklung dem Ideenreichtum und Fleiß vieler kluger Köpfe unserer Region. Wir freuen uns, dass wir mit diesem Kunstwerk unseren Dank an den Standort und an die Menschen dieser Region ausdrücken können. Dies führt somit auch die Tradition meines Großvaters Karl Storz fort, der 1987 die Instrumentenmacher-Skulptur auf dem Marktplatz gestiftet hat, die ebenfalls für die medizintechnische Tradition steht, die Tuttlingen prägte und immer noch prägt.“

Der ausführende Architekt Felix Aries, der die Idee für das Kunstwerk zusammen mit Sybill Storz, Vicenzo Baviera und Christine Aries entwickelt und ausgearbeitet hat, verwies auf die Besonderheiten des Projekts: „Auch wenn die Idee für das Kunstwerk und dessen Symbolik im Dialog mit Frau Dr. Storz schnell gefunden war, mussten wir mehr Zeit als erwartet für die wichtigen Abstimmungen mit Behörden und Fachingenieuren sowie für die notwendigen Materialtests einplanen.“ In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Tuttlingen, dem Regierungspräsidium Freiburg und Spezialfirmen wurden alle Aspekte der statischen sowie der Verkehrssicherheit in Sicherheitsaudits erarbeitet und bei der Umsetzung berücksichtigt. „Wir danken allen Beteiligten, aber vor allem der Stadt Tuttlingen, für die große Unterstützung, um diese außergewöhnliche Konstruktion verwirklichen zu können“, so Felix Aries.