Zwei schwere Verkehrsunfälle mit mehreren Verletzten haben am Mittwochnachmittag ein großes Verkehrschaos in und um Tuttlingen ausgelöst. Der erste Unfall geschah auf der Bundesstraße B 523 an der nordwestlichen Stadteinfahrt aus Richtung VS-Schwenningen. Dort wollte ein 32-Jahre alter Audi-Fahrer gegen 15.10 Uhr von einer Tankstelle auf die B 523 einfahren und übersah dabei laut Polizei den nahenden VW Passat Kombi eines 65-Jährigen. Beim heftigen Zusammenprall wurde der Passat noch gegen einen Skoda geschoben, dessen 66-jähriger Fahrer auf einem Linksabbiegestreifen gewartet hatte.

"Bei dem Unfall wurden der Passat-Fahrer und dessen 63-jährige Ehefrau auf dem Beifahrersitz nach ersten Erkenntnissen zumindest leicht verletzt", heißt es in der Polizeimitteilung. Der Sachschaden wird auf 40 000 Euro geschätzt, zwei der Autos erlitten Totalschaden.

Während sich an der Stelle schnell Verkehrsstaus bildeten, ereignete sich nur etwa 40 Minuten später an der südwestlichen Stadtzufahrt der B 311 aus Richtung Donaueschingen ein weiterer schwerer Verkehrsunfall, der die Verkehrsbehinderungen in Richtung Tuttlinger Innenstadt noch erheblich verschärfte. Aus bislang noch unbekannter Ursache war der 58 Jahre alte Fahrer eines VW Busses auf der Fahrt in Richtung Möhringen in einer Linkskurve kurz vor der Bahnunterführung in der Möhringer Vorstadt auf den Gegenfahrstreifen geraten und dort frontal mit einem entgegenkommenden Auto einer 49-jährigen Fahrerin zusammengestoßen. Die Frau musste mit schweren Verletzungen in eine Klinik geflogen werden. Auch der VW-Bus-Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Beide Autos wurden total beschädigt, der Sachschaden beträgt 20 000 bis 30 000 Euro.