Komplimente hört wohl jedermann gerne, auch in den Unternehmensleitungen. Bei der Tuttlinger Unternehmensgruppe Storz Verkehrswegebau konnten sich jetzt die beiden geschäftsführenden Gesellschafter darüber freuen: Susanne Gräfin Kesselstatt und Georg Graf Kesselsatt. Thomas Albiez, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg, hatte aus Anlass des 90-jährigen Bestehens des Verkehrswegebau- und Rohstoffunternehmens nicht nur Lobesworte, sondern auch eine Urkunde mitgebracht, als er die Tuttlinger Firmenzentrale besuchte.

Albiez dankte und freute sich im Namen der IHK mit dem florierenden Familienunternehmen. „Storz gehört zur Erfolgsgeschichte der ganzen Region!“ Es sei heutzutage keineswegs selbstverständlich, dass ein familien- und inhabergeführtes Unternehmen 90 Jahre bestehe, so Albiez. Viele seien schon längst vom Markt verschwunden. „Es macht einen sehr stolz, so alte Firmen zu sehen und als Mitglieder in der Kammer zu haben.“ Unternehmen wie Storz seien für eine mittelstandsgeprägte Region wie diese wirtschaftlich und sozial ausgesprochen wichtig. „Soziale Marktwirtschaft ist ohne Mittelstand gar nicht möglich“.

In inhabergeführten Unternehmen finde man noch soziales Gewissen und Moral, in Konzernen weniger, ergänzte Graf Kesselstatt. Es sei deshalb kein Zufall, dass im Unternehmen Storz durchaus mehrere Familiengenerationen der Mitarbeiter tätig seien. Und wie gut das Betriebsklima bei Storz ist, habe man auf der 90-Jahr-Feier im Sommer gesehen.

Es war dies eine Feier, wie sie die Angehörigen eines Unternehmens wohl nur selten erleben, und sie war des Anlasses in jeder Hinsicht würdig: In der beeindruckenden Industriekulisse des historischen Kraftwerks Rottweil feierten die Mitarbeiter und ihre Partner zusammen mit der Geschäftsleitung und den Gesellschaftern das 90jährige Bestehen ihrer Firma.

Die heute in dritter Generation von Susanne Gräfin Kesselstatt (Enkelin des Firmengründers Jakob Friedrich Storz) und Georg Graf Kesselstatt geführte Unternehmensgruppe entstand 1927 in Tuttlingen mit einem kleinen Straßenwalzenbtrieb, als Subunternehmen der öffentlichen Straßenbaubehörden. Heute deckt die Gruppe das komplette Spektrum des Verkehrswegebaus ab und verzeichnet mit rund 700 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 120 Mio. Euro. Storz gehört im Südwesten Deutschlands somit zu den führenden Unternehmen seiner Branche.

Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Heimatgemeinde des Unternehmens auf dem Jubiläumsfest. „Ich freue mich immer, wenn Ihre Firma einen Auftrag bekommt und ich auf der Straße Baufahrzeuge von Storz sehe.“ Alle Betriebsangehörigen hörten es wohl gerne, als der OB das Verhältnis zwischen Stadt und Unternehmen als „sehr gut“ bezeichnete. Storz sei für Tuttlingen wichtig. Hochachtung zollte Beck den Mitarbeitern, die sich nicht nur namhaft an der größten Erdbaustelle Europas beteiligten, dem Daimler Prüf- und Technologiezentrum in Immendingen, sondern auf den zahlreichen Verkehrs- und Infrastrukturbaustellen im Südwesten Wind und Wetter trotzten: „Sie haben einen harten Beruf und machen einen Spitzenjob!“

Die Geschäftsleitung demonstrierte ihrerseits, dass das Unternehmen Storz und die Stadt Tuttlingen zusammengehören. Gräfin und Graf Kesselstatt überreichten dem Rathauschef einen Scheck in Höhe von 5000 Euro zugunsten der Tuttlinger Bürgerstiftung.

Graf Kesselstatt unterstrich besonders die an Werten orientierte Kultur bei Storz. Dazu gehöre die Pflege des Zusammengehörigkeitsgefühls der Mitarbeiter genauso wie die strategische Handlungs- und Wandlungsfähigkeit des Unternehmens.

Im Namen der Belegschaft bedankte sich die Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens, Kerstin Munk, und gratulierte zum 90jährigen Bestehen. Sie überreichte unter anderem eine großformatige Edelstahlplatte mit Symbolen des Verkehrswege- und Tiefbaus an die Firmenleitung.

Mit einer außergewöhnlichen Akrobatik- und Feuertanz-Show, in Szene gesetzt von der fünf hohen Großpuppe „Dundu“, klang der offizielle Teil des Storz-Jubiläumsfestes aus.