Wer aufgrund der Coronakrise in finanzielle Engpässe gerät, muss sich weder vor Stromabschaltungen durch die Stadtwerke Tuttlingen (SWT) noch vor einer Wohnungskündigung durch die Wohnbau sorgen. „Unsere städtischen Unternehmen sind hier kulant“, informiert Oberbürgermeister Michael Beck.

Was passiert, wenn Privatleute oder Unternehmen aufgrund der Corona-Krise ihre Miete oder ihre Strom- und Wasserrechnung nicht mehr zahlen können? Bei den Stadtwerken Tuttlingen und der Tuttlinger Wohnbau zunächst einmal nichts. „Unsere städtischen Unternehmen haben hier eine große Verantwortung gegenüber den Bürgern“, so OB Michael Beck. „Das heißt: Drastische Schritte gibt es keine, statt dessen suchen wir nach individuellen Lösungen, mit denen alle leben können.“

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Konkret heißt dies: Wer nachweisen kann, dass die Zahlungsengpässe auf die Corona-Krise zurückzuführen sind, muss keine harten Maßnahmen fürchten. Dies gilt sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen. „Wir sind seit Tagen insbesondere mit unseren gewerblichen Kunden in engem Kontakt und haben die ersten Mietreduzierungen zugestanden“, so Wohnbau-Geschäftsführer Horst Riess. Der Wohnbau sei es wichtig, gerade auch kleinere Unternehmen über die Krise hinweg zu retten. Auch SWT-Geschäftsführerin Branka Rogulic berichtet, dass sie schon in mehreren Fällen die fälligen Abschläge gestundet habe. Wert legen beide Geschäftsführer aber auch die Tatsache, dass sich die Kulanz auf coronabedingte Fälle beschränkt.

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Generell nicht mehr abgebucht werden dagegen die Elternbeiträge der städtischen Kindergärten. Nachdem es hier mehrfach Anfragen gab, erklärt die städtische Pressestelle, dass diese zunächst für April ausgesetzt wurden. „Da die Kindergärten geschlossen sind, ist es nur konsequent, auch auf die Elternbeiträge zu verzichten“, informiert Stadtsprecher Arno Specht, „obgleich natürlich die Kosten weiterhin anfallen.“

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