Zum siebten Mal ist Tuttlingen im kommenden Jahr Gastgeber für den Jugend-forscht-Regionalwettbewerb Donau-Heuberg. Das Medizintechnikunternehmen Karl Storz, die Stadt Tuttlingen und die Wettbewerbsorganisatoren stellten am Montag die Details des Regionalwettbewerbs im Rahmen eines Pressegesprächs in Tuttlingen vor.

Die 134 Teilnehmer ab der vierten Grundschulklasse kommen aus den Landkreisen Tuttlingen, Konstanz, Rottweil, Schwarzwald-Baar, Breisgau-Hochschwarzwald, Zollernalb und Ravensburg. Der Landkreis Sigmaringen ist mit dem Störk-Gymnasium und der Realschule in Bad Saulgau vertreten. Der Wettbewerb ist in zwei Altersgruppen gegliedert. Projektleiterin Carmen Butsch: „Jugendliche ab 15 Jahren starten in der Sparte Jugend forscht und Teilnehmer ab der vierten Grundschulklasse treten in der Juniorensparte Schüler experimentieren an.“

Real- und Werkrealschulen noch zögerlich

Für das Medizintechnikunternehmen, das weltweit 8000 und am Stammsitz in Tuttlingen 3000 Mitarbeiter beschäftigt, sprach Bereichsleiter Martin Leonhard angesichts der Teilnehmerzahl von einer „tollen Resonanz“. Ebenso wie Carmen Butsch bedauert der Manager, dass sich Werkrealschulen noch gar nicht und Realschulen erst zögerlich am Wettbewerb beteiligten, im Gegensatz zu den Gymnasien. Leonhard wies auf den Fachkräftemangel hin, unter dem auch Storz zu leiden habe. Es würden auch Fachkräfte aus dem handwerklichen Bereich gebraucht. Deshalb will „Jugend forscht„ seine Öffentlichkeitsarbeit intensivieren.

MINT-Fächer mehr an der Praxis orientieren

Wettbewerbsleiter Roland Renner vom Tuttlinger Immanuel-Kant-Gymnasium erinnerte daran, dass für die 42 Projektbetreuer der Wettbewerb eine Ganz-Jahres-Aufgabe sei. Es gehe nicht nur um die fachliche Betreuung der Kinder und Jugendlichen, sondern genauso um die persönliche Fortbildung der Erwachsenen. Eine weitere Gruppe von Beteiligten sind die 27 Wertungsrichter.

Neu in der Jurorenriege ist Professor Peter Andres vom Hochschulcampus Tuttlingen. Der Gründungsdekan der Fakultät für „Industrial Technologies“ sprach sich dafür aus, die Studiengänge für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wieder mehr an der Praxis zu orientieren. Dafür sei der Jugend-forscht-Wettbewerb eine gute Vorbereitung. Leider, so der Professor, würden heute viele Jugendliche Technik zwar konsumieren, interessierten sich aber nicht für die Technik an sich.