Zuvor war sie an der Grundschule Südlengerheide in der Stadt Bünde im Kreis Herford – mit mehr als 47.000 Einwohnern zehnmal so groß wie Triberg. Den Schwarzwald allerdings kennt sie schon lange als Urlaubsziel. „Es gefällt mir hier auch landschaftlich sehr gut“, stellte sie fest.Gewechselt hat sie der Liebe wegen. Es sei nicht ganz leicht gewesen, als Leiterin der Grundschule nach Baden-Württemberg zu kommen, erzählte sie. Bei einem Wechsel in ein anderes Bundesland sind Landesbeamte daran gebunden, dass ein Ämtertausch zustande kommt.

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„Ich bin hier wirklich sehr nett empfangen worden“, strahlte Mey. Die 48-Jährige wurde in Bünde geboren, ging dort auch zur Schule. An der Universität Bielefeld studierte sie Deutsch, Mathematik und Sport, das Referendariat machte sie an „ihrer“ Grundschule in Ennigloh. Nach dem Referendariat unterrichtete sie an mehreren Schulen, bis sie nach Bünde heimkehrte. Zwei mittlerweile erwachsene Söhne hat sie – einer studiert, der Jüngere absolviert eine Ausbildung. Die neue Schulleiterin wohnt seit Ende Juli mit ihrem Lebensgefährten in Villingen. Und sie gesteht, dass sie vor dem Winter etwas Respekt habe.

Starker Zusammenhalt

Seit wenigen Tagen leitet sie die Schule mit mehr als 100 Schülern im frisch renovierten Schulhaus. Ihre vorherige Schule sei mit der neuen durchaus vergleichbar gewesen. Es gebe einen unheimlich starken Zusammenhalt im Kollegium, so Mey. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung funktioniere vorzüglich. In ihrem ersten Jahr wolle sie diese vertiefen, vor allem mit Werner Breig, der für die Schule direkt zuständig sei.

Sie mag Technik und Planung

Sicher könne man einiges verbessern, beispielsweise die Ganztagsschule noch optimieren. Und natürlich die digitale Ausstattung. „Ich bin sehr technikaffin“, betonte sie. Doch das Wichtigste seien selbstverständlich die Kinder – „sie lernen vor allem die Kernkompetenzen Schreiben, Lesen und Rechnen“, erklärt die Schulleiterin. Sie habe einen ganzheitlichen Blick auf die Schüler, die Arbeit im Team sei ihr wichtig. „Ich mag dörfliche Strukturen“, betont sie. Sie wollte immer gerne Schulleiterin werden, sagte sie. „Ich organisiere und plane gerne“, nannte sie Gründe. Sie finde es gut, Einfluss zu nehmen, weil die eigene Stimme dann mehrere erreiche. Das sei in einer leitenden Position leichter.

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