Bereits im Jahr 2020 erstrahlte der Triberger Wasserfall in Orange – zum Start der „Orange Days“ am 25. November. Dieses Jahr wird dies wieder der Fall sein. „Es ist sehr wichtig, über ganz Deutschland und die ganze Welt hinweg auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen“, erklärte dazu Caren Ottl, Vizepräsidentin des Soroptimist International Clubs in Villingen-Schwenningen. Stolz sei man darauf, dass man dieses Jahr erneut auch in Triberg einen Teil dazu beitragen könne, so Ottl.

Schon im vergangenen Jahr erstrahlte der Triberger Wasserfall in Orange, um auf Gewalt gegen Frauen und die sexualisierte Unterdrückung von Frauen aufmerksam zu machen. Bild:  Hans-Jürgen Kommert
Schon im vergangenen Jahr erstrahlte der Triberger Wasserfall in Orange, um auf Gewalt gegen Frauen und die sexualisierte Unterdrückung von Frauen aufmerksam zu machen. Bild: Hans-Jürgen Kommert | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Damals wie heute machte sich die Triberger SPD-Gemeinderätin Ute Meier dafür stark. Körperliche wie auch sexualisierte Gewalt und Unterdrückung – das erleben Frauen auch heute noch. Und das nicht nur in rein patriarchalisch geprägten Ländern, sondern auch in Deutschland.

Unter dem Motto „Orange the World – Stand up for Women“ startet nun erneut am Donnerstag, 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die weltweite Kampagne Orange Days. Insgesamt sind das 16 Tage im Zeichen der Verwirklichung der Grundrechte von Frauen. Auch die Vereinigung Soroptimist International Deutschland (SID) beteiligt sich landesweit mit vielfältigen Aktionen.

Dazu Renate Tewaag, Präsidentin des SID: „Betroffene brauchen Unterstützungsangebote und dürfen nicht stigmatisiert werden.“ Dazu gehöre ein offener, mutiger Umgang mit Gewalterfahrungen. „Und den erreichen wir nur, wenn sich die Gesellschaft der Tragweite bewusst ist“, so Tewaag weiter. Zahlreiche Kampagnen sorgen für Aufmerksamkeit in den deutschen Innenstädten.

Die weltweite Kampagne wurde 1991 vom Women‘s Global Leadership Institute ins Leben gerufen. Dabei wird 16 Tage lang auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam gemacht. Die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen steht dabei im Vordergrund. Dabei ist die Dauer von 16 Tagen beileibe kein Zufall.

Studien haben ergeben, dass etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt wird. „Wir haben große Sorgen, dass Millionen von Frauen und Mädchen unbemerkt erhebliches physisches und psychisches Leid erfahren“, warnt Renate Tewaag, Präsidentin von SID. Als gesamte Gesellschaft müsse man die Orange Days deshalb nutzen, um auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen – auch in den digitalen Medien, wo ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist – aufmerksam zu machen.

Soroptimist International ist eine der weltweit größten Service-Organisationen berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. In Deutschland zählt die Organisation aktuell mehr als 6700 Mitglieder in 223 regionalen Clubs. Das Netzwerk hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gleichstellung der Frauen in rechtlicher, sozialer und beruflicher Hinsicht zu erlangen und setzt sich für einen höheren Anteil an Frauen in Führungspositionen, für die Verhinderung jeglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für den ungehinderten Zugang zu Bildung und Ausbildung für Frauen und Mädchen ein.