Seit Anfang der Woche können Schüler Corona-Selbsttests vornehmen. Mehr als vier Millionen Sets hat das Land Baden-Württemberg hierfür erstmalig bereitgestellt. An den Schulen der Raumschaft Triberg lief die Maßnahme größtenteils gut an.

Realschule Triberg

„Die angelieferte Menge reicht für die ersten zwei Schulwochen, eine Nachlieferung ist bereits angekündigt“, bestätigten Thomas Serazio und Michael Engst von der Realschule Triberg. Mindestens 90 Prozent der Eltern hätten den Kindern das Einverständnis zum Selbsttest erteilt, manche Mütter und Väter wollten ihr Kind lieber im Fernunterricht behalten. Nur wenige Eltern sähen die Testungen kritisch.

Erfreuliche Nachricht: „Alle heute bei uns durchgeführten Tests waren negativ, und wir konnten beruhigt in den ersten Tag Wechselunterricht starten. Wir finden es sehr wichtig, dass auch die Schüler der Klassenstufen sieben bis neun, die eine Schule zuletzt im Dezember 2020 von innen gesehen haben, wieder zurückkehren können“, sieht das Schulleiter-Team die Entwicklung positiv.

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Ein wenig wirkten sich die Testungen auch auf den Unterricht aus, denn das Team habe den neuen Stundenplan so gestaltet, dass am Montag und am Mittwoch, den beiden Testtagen, in der ersten Stunde kein Kernfachunterricht stattfinde, um den Kindern möglichst viel Lernzeit zu belassen. Eine Testung innerhalb des Klassenzimmers koste doch etwa 20 Minuten wertvoller Unterrichtszeit.

„Nachdem es heute sehr gut angelaufen ist, gehen wir davon aus, dass die zukünftigen Testungen immer reibungsloser ablaufen werden. Wir setzen jetzt darauf, dass nicht kommende Woche durch eine Inzidenz von mehr als 200 die Schulen wieder geschlossen werden müssen“, blickten Serazio und Engst voraus.

Schwarzwald-Gymnasium Triberg

Auch der Schulleiter des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg (SGT), Oliver Kiefer, freute sich: „Es ist in der Tat so, dass sich seit heute Schüler zweimal pro Woche verpflichtend testen. Dabei werden die so genannten Nasen-Bohrer-Selbsttests eingesetzt, die von den Kindern unter Anleitung respektive Aufsicht eines Lehrers selbst angewendet werden. Im Gegensatz zu den Test, die sehr tief in die Nase eingeführt werden müssen, werden diese Tests nur rund 2,5 Zentimeter im vorderen Nasenbereich verwendet, was eine einigermaßen bequeme und vor allem schmerzfreie Anwendung zulässt. Die heute getesteten Kinder kamen damit jedenfalls sehr gut zurecht.“

Das Gymnasium sei ebenfalls mit ausreichend Schnelltests für die ersten zwei Wochen ausgerüstet worden. Eine weitere Lieferung sei angekündigt, und die Schule hoffe selbstverständlich, dass diese wieder rechtzeitig ankommen werde.

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„Alle Schüler, die Unterricht in Präsenz haben, müssen die Tests verwenden. Eine Freiwilligkeit sieht die Verordnung des Landes nicht vor. Allerdings ist in Baden-Württemberg die Präsenzpflicht weiterhin ausgesetzt“, sagte Oliver Kiefer. Eltern, die ihre Kinder nicht testen lassen wollten oder diese aus Sorge hinsichtlich des Infektionsgeschehens lieber zu Hause beschulen lassen wollen, könnten dies unbeschadet tun. Die Lehrkräfte würden diese Kinder dann weiterhin mit Aufgaben versorgen oder sie per Video zuschalten, je nach Fach und Unterrichtsmodell.

„Selbstverständlich braucht die korrekte Durchführung der Tests Zeit, so dass, wenn ein Test ansteht, in der ersten Stunde ein Teil der Unterrichtszeit dafür verwendet werden muss. Der Rest des Tages ist dann allerdings gesichert. Selbstverständlich bieten die Tests keine absolute Sicherheit und sind nur eine Momentaufnahme. Wenn sie allerdings dazu beitragen, den Schülern wieder einen geregelteren Schulalltag zu ermöglichen, können sie ein zusätzlicher Baustein für sicherere Schulen sein“, sagte Kiefer unserer Zeitung.

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Die Abiturienten bereiten sich die letzten zwei Wochen vor den Prüfungen zusammen mit ihren Lehrern von zu Hause aus auf die schriftlichen Aufgaben vor, so dass zumindest die Abiturprüfungen in Präsenz gesichert sein sollten.

Dom-Clemente-Schule Schonach

Nicht ganz so gut lief es Anfang der Woche bei der Dom-Clemente-Schule in Schonach, wie Schulleiterin Sabine Emde berichtete. Zwar wurde auch an der Grund- und Werkrealschule bereits am Montag getestet, aber „leider haben wir erst heute Schnelltests vom Land erhalten. Die Gemeinde hatte uns aber Tests zur Verfügung gestellt“, räumte sie am Dienstag ein. Die Tests wurden laut Emde im Klassenverband mit den Schülern vorgenommen. „Zuerst wurde mit den Jugendlichen ein Film angeschaut, und dann ging‘s los. Für die ersten Testungen haben wir uns testkundige Unterstützung geholt“, sagte sie. Alle Kinder, die in der Schule waren, hätten an den Tests teilgenommen. Die jeweiligen Genehmigungen der Eltern hätten vorgelegen.

„Wenn die Testung einmal eingeübt ist, werden wir etwa 20 Minuten einer Unterrichtsstunde dafür aufwenden müssen. Alle Lehrkräfte wurden vorab in einer Konferenz auf die Regelungen und den Ablauf der Testungen hingewiesen“, sagte Sabine Emde.