Das beflügelt: Die Aufführungen des Saalstücks „Zicken-Zirkus“ des Historischen Vereins Hornberg sind alle ausverkauft. Freitagabend ist Premiere. Die Schauspielerinnen sind dieselben wie 2019 bei „Tussipark“, sagt Marvin Polomski aus Triberg, der erneut Regie führt. Es sind Lorine Herzog, Annette Storz, Susanne Dilger und Anke Ketterer. Und doch ist vieles diesmal anders.

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Das begann schon bei den Proben. Diese fanden nicht, wie im vergangenen Jahr, in der Wilhelm-Hausenstein-Schule in Hornberg statt. Das war wegen der Corona-Bestimmungen nicht erlaubt. „Wir hatten sozusagen Proberaumnotstand“, sagt Polomski.

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  • Probe-Halle: Die Lösung fand sich in Triberg auf dem Gelände der ehemaligen Fabrikationshalle der Schwarzwälder Metallwarenfabrik Haugg. Die dortige Halle will Siegfried Heim in einen Indoor-Campingplatz mit Fitnessraum, Gastronomie und Wohnmobilen umbauen. Zur fraglichen Zeit stand die Halle leer und Heim ließ das Team um Polomski dort umsonst proben. In der Halle in der Wasserfallstadt waren für die Proben die Kulissen aufgebaut. Sie stellten einen Schrottplatz dar. „Wir brauchten die Kulissen auch jetzt für die Proben schon“, so der Regisseur. Denn die Laufwege der Schauspielerinnen mussten festgelegt werden und die Darstellerinnen mussten sie sich einprägen. In die Stadthalle konnte das Team erst zwei Wochen vor der ersten Aufführung, um dort am Originalplatz zu proben.
  • Handlung: Auf dem Schrottplatz treffen sich Panagiota (Susanne Dilger), Jennifer (Lorine Herzog), Elke (Annette Storz) und Fe (Anke Ketterer). Dort wohnt Fe in einem Zirkuswagen und Panagiota möchte in Ruhe für eine neue Rolle proben. Dann kommt Bloggerin Jennifer hinzu, sie hat den Zirkuswagen bei Ebay ersteigert. Buchhalterin Elke hingegen sucht nach einem Ersatzteil für das Auto ihres Mannes. Die vier Frauen treffen sich also rein zufällig auf dem Schrottplatz und genauso zufällig kommen sie auf das Thema Männer und wie man eine Beziehung optimieren kann. „Dabei stellen sie vieles überspitzt dar und sie nehmen sich selbst auf die Schippe“, sagt Polomski.
  • Vorläufer: Jennifer ist den Besuchern von „Tussipark“ schon bekannt. Lorine Herzog spielt die beliebte Rolle wieder. Wie „Tussipark“ ist auch „Zicken-Zirkus“ ein Stück des Autors Christian Kühn. Die Stücke bauen jedoch nicht auf einander auf. Das diesjährige Stück habe etwas mehr Tiefgang, informiert der Regisseur, denn Fe habe ein Hirn-aneurysma. Thema ist also auch: Jeder Tag könnte der letzte sein. Trotzdem gibt es bei der Aufführung viel zu lachen.
  • Einschränkungen: „Zicken-Zirkus“ ist eigentlich eine Karaoke-Komödie, aufgrund der Corona-Bestimmungen wird es jedoch nicht sehr viel Karaoke geben. Wegen der Hygienevorschriften gibt es in der Stadthalle auch nur 156 Plätze pro Aufführung, anstatt wie sonst 400. Dafür finden sieben statt vier Aufführungen statt. Es gibt fest gebuchte Zweier- und Viererplätze. „Das bringt eventuell mehr Ruhe in den Ablauf“, hofft Polomski. Die Aufführungen sind am 23., 24., 25., 30. und 31. Oktober, 1. und 6. November. „Wir sind froh und glücklich, ab Freitag unseren Spielbetrieb in der Stadthalle Hornberg wieder aufnehmen zu dürfen“, teilte der Historische Verein Hornberg zur Premiere seines Stücks „Zicken-Zirkus“ mit. „Wir freuen uns auf einen spaßigen, aber vor allem sicheren Abend.“

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