Kürzlich startete die Stadt Triberg gemeinsam mit dem örtlichen Forum Einzelhandel und Gewerbe eine Qualitätsoffensive zur Stärkung des Einzelhandels – auch in der Hoffnung auf Neueröffnungen.

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Noch ist – sicherlich auch Corona-bedingt – in der Mittel- wie der Unterstadt derzeit großteils eher das Gegenteil der Fall. Noch vor wenigen Monaten berichtete der SÜDKURIER von Geschäftseröffnungen in diesem Bereich, darunter das Spielwarengeschäft „Mein Kleiner Wald“ und ein Antiquitätengeschäft in der Hauptstraße 44, dazu diverse Shisha-Lounges.

Geschäftsfrauen tun sich zusammen

Nun ist dort eher wieder Ruhe eingekehrt: Das von der Familie Kaczmarek betriebene Antiquitätengeschäft ist ebenso ausgezogen wie das Geschäft „Mein kleiner Wald“ von Angelique Tiberi. Letztere hat sich mit Madlen Schlak zusammengetan und ist in deren Buchhandlung Schönenberger mit eingezogen.

Wo bis vor wenigen Wochen in der Hauptstraße Antiquitäten erworben werden konnten, stellen heute Ulrike Balkau Skulpturen und ihr Mann Günter Bilder aus – die beiden Künstler leben in Schramberg-Tennenbronn.
Wo bis vor wenigen Wochen in der Hauptstraße Antiquitäten erworben werden konnten, stellen heute Ulrike Balkau Skulpturen und ihr Mann Günter Bilder aus – die beiden Künstler leben in Schramberg-Tennenbronn. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Kunstausstellung statt Antiquitätenverkauf

„Das Antiquitätengeschäft musste aus gesundheitlichen Gründen geschlossen werden“, wusste dazu die Stadtverwaltung. Immerhin – die Räume stehen nicht gänzlich leer: Skulpturen und Gemälde zieren sie. „Viera Joos hat mir angeboten, im derzeit leerstehenden Ladengeschäft Kunst auszustellen“, erzählt die Bildhauerin Ulrike Balkau.

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Sie steuerte die Skulpturen bei, ihr Mann Günter Balkau die Bilder – beide sehr modern und extravagant „Wir waren von dieser Idee spontan begeistert, das bringt hoffentlich etwas Abwechslung in die Hauptstraße“, erzählte die Künstlerin.

Viele Triberger bedauern sicherlich, dass das „Backhäusle“ die Filiale in der Hauptstraße geschlossen hat. Es betreibt allerdings weiterhin die Filiale beim Netto-Markt, die nun neu gestaltet wurde .
Viele Triberger bedauern sicherlich, dass das „Backhäusle“ die Filiale in der Hauptstraße geschlossen hat. Es betreibt allerdings weiterhin die Filiale beim Netto-Markt, die nun neu gestaltet wurde. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Weitere Rückzüge

Doch auch weitere Geschäfte haben sich zurückgezogen. Seit 20. Juli ist die Filiale des „Backhäusle“ in der Hauptstraße geschlossen. „Die Information, dass die Bäckerei Kienzler aus Schonach schließt, liegt uns vor. Das ,Backhäusle‘ betreibt jedoch wie schon zuvor die nun neu gestaltete Bäckerei im neuen Netto-Discounter in der Schwendistraße“, sagt Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold auf Anfrage.

Versicherungsbüro weggezogen

Lediglich umgezogen ist dagegen das Versicherungsbüro Streit und Schuster, und zwar in die Hornberger Straße in der Unterstadt.

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Optimismus bei Nikolaus Arnold

Arnold ist keiner, der aufgibt. „Wir sehen eine Chance mit einer Belebung des Bereichs unterhalb des Marktplatzes mit der Eröffnung des geplanten Camping-Hotels und der Weiterführung des Boulevards. Darüber hinaus erhoffen wir uns weitere Impulse im Rahmen der Qualitätsoffensive Triberger Einzelhandel in Zusammenarbeit mit der Akademie Imakomm aus Aalen“, betonte Arnold.

Das Ehepaar Angelica und Roberto Pricoli betreibt in der Gerwigstraße einen Kiosk mit einem kleinen Bistro.
Das Ehepaar Angelica und Roberto Pricoli betreibt in der Gerwigstraße einen Kiosk mit einem kleinen Bistro. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Neuer Kiosk mit Bistro

Ein Beispiel dafür, dass es in der Unterstadt von Triberg möglich ist, erfolgreich ein Geschäft zu betreiben, ist der Friseursalon „Eleganza“ in der Gerwigstraße. Nun hat unterhalb des Salons ein weiteres Lokal seine Pforten geöffnet. Hier betreiben Angelica und Roberto Pricoli einen Kiosk mit einem kleinen Bistro. Noch hat das Ehepaar keine Ausschank-Genehmigung für Alkohol, das Verfahren dazu sei noch im Laufen. Doch Kaffee-Spezialitäten, Kaltgetränke und auch kleinere Speisen kann man schon heute zu sich nehmen – drinnen im kleinen Lokal oder auch im Freien. Daneben werden vielerlei Artikel im Kioskbetrieb angeboten.