„Wie in vielen anderen Städten leidet auch der Triberger Einzelhandel seit Jahren an strukturellen Veränderungen. Vor allem der Online-Handel, aber auch die Verlagerung von Geschäften in Ballungszentren und Gewerbegebiete, machen dem Einzelhandel zu schaffen. Durch die Corona-Krise hat sich die Situation in einigen Geschäften noch weiter verschärft“, schreibt Arnold in seinem Einladungsschreiben. Ziel sei es, in dieser Auftaktveranstaltung „zunächst belastbare Impulse zu schnell umsetzbaren sowie strategischen Maßnahmen zur nachhaltigen Stärkung und zur Weiterentwicklung der Innenstadt zu erarbeiten“.

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Bürgermeister Gallus Strobel begrüßte die etwa 50 Teilnehmer und übergab danach das Mikrofon an den Referenten Peter Markert, von der Akademie Imakomm aus Stuttgart und Aalen. Die betreut bereits mehr als 300 Gemeinden in Sachen Qualitätsoffensive. Anhand einer Präsentation zeigte Markert die derzeitige in der Stadt auf. Nach einer positiven Beurteilung des Bahnhofsbereichs lobte der Referent auch die Gerwigstraße mit ihrer attraktiven Begrünung. Ab dem früheren Bettenhaus Kohler-Schätzle bis unterhalb des Marktplatzes bilanziert Markert jedoch ernüchternd, „dass hier ein massiver Investitionsstau und ein von Leerständen dominierter Bereich herrsche“.

Rote Ampel

Diese Lage kennzeichnete der Vortragende in seiner Präsentation deutlich mit dem Symbol einer roten Ampel. Vom Triberg-Land über das Zentrum bis hin zum Boulevard zeigte seine imaginäre Ampel vorwiegend Grün. Dennoch gäbe es auch in diesem Bereich noch Verbesserungsmöglichkeiten. Die Teilnehmer zeigten sich betroffen.

Drei Arbeitsgruppen erarbeiten Fragen.
Drei Arbeitsgruppen erarbeiten Fragen. | Bild: Dieter Stein

Drei Arbeitsgruppen

Aus dem Kreis der Anwesenden wurden zu einem Brainstorming drei Arbeitsgruppen, gebildet, die sich mit folgenden Themen beschäftigten: „Unser Produkt-Standort Innenstadt“ (Leitung Sandra Sieber), „Unser gemeinsames Marketing“ (Sarah und Thomas Weißer) und Georg Wiengarn für die Sparte „Unsere Betriebe“. Nach etwa einer Stunde der regen und heftigen Diskussionen legten die Gruppenverantwortlichen ihre gemeinsamen Ergebnisse zur Evaluierung vor.

Roter Faden

Georg Wiengarn erklärte den Vorschlag „Wir sind Triberg“ von Friseurmeisterin Larissa Thaesler zum zutreffenden Spruch des Abends. „Diese Aussage spricht für sich. Soll sie doch jedem aufzeigen, dass wir alle zukünftig noch mehr an einem Strang ziehen müssen. Sie soll sich wie ein roter Faden durch unsere neu ins Leben gerufene „Qualitätsoffensive Triberger Einzelhandel ziehen“, sagte der Hotelier. Die Notizen aus den Gruppenarbeiten werden in den nächsten zwei Monaten von der Firma Imakomm bearbeitet, mit den Verantwortlichen besprochen und danach veröffentlicht.

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