Der Angelsportverein Schwarzwaldquelle hat einen neuen Vorsitzenden. In der Hauptversammlung der Angler im „Bergseestüble“ gab der bisherige Vereinschef, Thomas Otto, bekannt, das Amt nach 20 Jahren in jüngere Hände geben zu wollen.

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Thomas Otto begründete diesen Schritt mit der aktuell guten Konstitution des Vereins, sowohl in personeller als auch in finanzieller Hinsicht. „Ich habe mir diesen Schritt reiflich überlegt und er ist mir nicht ganz leicht gefallen“, sagte Thomas Otto. Der Fortbestand des Angelvereins sei ihm in den 20 Jahren seiner Amtszeit stets ein Herzensanliegen gewesen. Jetzt könne er seinen Verein guten Gewissens an einen Nachfolger abgeben. „Für mich ist jetzt ein guter Zeitpunkt aufzuhören, für meinen Nachfolger ein guter Moment, anzufangen“, zeigte sich Otto überzeugt.

Vorsitzender wird Stellvertreter

In Vorgesprächen zu diesem Schritt habe sich Thomas Ottos bisheriger Stellvertreter an der Vereinsspitze, Dirk Otto, bereit erklärt, den Vorsitz zu übernehmen. „Wir sind weder verwandt noch verschwägert“, sagte er. Dirk Otto wurde mit zwei Enthaltungen in geheimer Wahl von der Versammlung zum neuen Chef der Angler gewählt. Da das von ihm bisher ausgeübte Amt des stellvertretenden Vorsitzenden mit dieser Wahl vakant wurde, erklärte sich Thomas Otto bereit, es für ein Jahr bis zur nächsten Hauptversammlung auszuüben. Er wurde ebenfalls gewählt. Gewässerwart Jens Otto, Kassierer Patrick Velten und der zweite Beisitzer Dieter Burger wurden in den Ämtern bestätigt.

Gastkarten früh ausverkauft

Die Pandemie habe Auswirkungen auf das Vereinsjahr der Angler gehabt, wie Thomas Otto zu Beginn in seinem Bericht erklärte. Der traditionelle Fischverkauf am Gründonnerstag am Schonacher Rathaus habe ausfallen müssen, genauso wie sämtliche Umwelttage in der Raumschaft, bei denen sich die Vereinsmitglieder sonst rege für saubere Gewässer einsetzen. Im Gegenzug seien bereits Mitte Mai, so früh wie selten, sämtliche Gastkarten ausverkauft gewesen. „Wir hatten Anfragen ohne Ende“, resümierte Otto. Im Vereinsjahr 2019, auf das Otto in seinem Bericht zurückblickte, seien am Gründonnerstag mehr als 250 frische Forellen verkauft worden. Im September 2019 wurde Dieter Burger beim Kameradschaftsfischen erneut Fischkönig.

Mehr Erfolg mit Keschern

Einen großen Arbeitseinsatz hatten die Mitglieder 2019 am Schonacher Mühlenweiher, der für Brückenbauarbeiten zum Ausbaggern abgelassen wurde. Teile der Fischbestände wurden mit Reusen versucht einzufangen, wobei auch ein Ruderboot zum Einsatz kam. „Das ist gründlich danebengegangen“, sagte der Vorsitzende. Die Reusen seien jedoch auf Wasserpflanzen liegen geblieben, sodass keine Fische ins Netz gingen. Mit Keschern habe man einige Zeit später mehr Erfolg gehabt, damit die Tiere erfolgreich in andere Gewässer umgesiedelt werden konnten. Gewässerwart Jens Otto erklärte in seinem Bericht, dass dazu 106 Arbeitsstunden benötigt wurden. Kassierer Patrick Velten verzeichnete einen Überschuss von 2000 Euro in der Vereinskasse.

Lob vom Ortsvorsteher

„Als Verein seid ihr uns ganz wichtig, denn ihr pachtet Gewässer und tragt so Sorge für eine intakte Landschaft“, lobte der Gremmelsbacher Ortsvorsteher Helmut Finkbeiner die Mitglieder.

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