Wie überall: Aufgrund der aktuellen Corona-Krise erwartet man auch in der Stadt Triberg Mindereinnahmen. Es sind nach Angaben der Rechnungsamtsleiterin Christin Rinnus sowohl der Ergebnis- als auch der Finanzhaushalt betroffen. Der Tourismus läuft indessen langsam wieder an.

Erstes Geld fließt schon

Das Ausmaß hänge von vielen Faktoren ab und sei aktuell noch nicht mit Zahlen belegt, erläuterte Rinnus. Zudem kämen auf die Stadt situationsbedingt Mehrkosten zu. In einem ersten Soforthilfepaket habe man erste Ausgleichszahlungen für den Ausfall der Kindergartengebühren erhalten, ein zweites sei angekündigt.

Heimische Betriebe unterstützen

„Wir hoffen, dass seitens der Bundes- und Landesregierung weitere Hilfspakete geschnürt werden“, meinte dazu Bürgermeister Gallus Strobel in der jüngsten Gemeinderatssitzung, die coronabedingt im großen Saal des Triberger Kurhauses stattfand. Notwendige Investitionen und Sanierungen könne man durch ein eventuelles Konjunkturprogramm realisieren – auch, um die heimischen Betriebe durch Aufträge zu unterstützen.

Tagestouristen dürfen kommen

Ebenfalls stark betroffen sei der Eigenbetrieb Tourismus, wo erst jetzt erste Tagestouristen kommen können. Der Wasserfall sei aktuell wieder geöffnet worden, es laufe recht gut an. Der Eigenbetrieb Wasserversorgung sei dagegen kaum betroffen. Mit rund 1,3 Millionen Euro an Einnahmeausfällen rechnet man zunächst seitens der Stadt, allerdings seien auch schon erste Erstattungen angekündigt, so Strobel.

Elternbeiträge für Mai ausgesetzt

Die Kindergarten-Ausgleichszahlungen seien annähernd kostendeckend, erklärte der Bürgermeister auf Anfrage. Verbindlich erklärte er Ute Meier (SPD), dass die Elternbeiträge auch für den Mai ausgesetzt würden. Ansonsten wolle er sich nicht einschränken lassen: „Wir fahren den Haushalt sehr strikt, ich sehe aber keinen Anlass, ihn aufzuheben – wenn der Bund in gerade mal einer halbstündigen Debatte die Schuldenbremse aufheben kann, sehe auch ich keine Veranlassung zum übertriebenen Sparen“, betonte er. Die Einnahmen-Ausfälle setzten sich aus verschiedensten Seiten zusammen, allein bei der Gewerbesteuer fehlten bis dato zwischen 600  000 und 700  000 Euro.

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