Die zweite Pfarrgemeinderatssitzung nach den Wahlen im April stand ganz im Zeichen der Pandemie. Mit genügend Sicherheitsabstand waren die Tische über den großen Pfarrsaal in Triberg verteilt und an jedem Tisch saß nur eine Person.

Zwei Kaufinteressenten für Mesnerhäusle

Der Vorsitzende Gerald Sandner berichtete dem Gremium aus den beiden Stiftungsrat-Sitzungen vor der Sommerpause. Zwei Kaufinteressenten meldeten sich für das alte Mesnerhäusle, doch es sei immer noch nicht verkauft, weil vorher einiges geklärt werden müsse. Verhandlungen stehen jedoch vor der Türe und der Stiftungsrat hoffe auf einen baldigen Verkauf.

Das romantische Fachwerkhaus, das unter Denkmalschutz steht, wurde 1697 erbaut und wird heute noch Mesnerhäusle genannt, weil dort rund 100 Jahre die Wallfahrts-Mesner mit ihren Familien wohnten. Noch ist es nicht verkauft.
Das romantische Fachwerkhaus, das unter Denkmalschutz steht, wurde 1697 erbaut und wird heute noch Mesnerhäusle genannt, weil dort rund 100 Jahre die Wallfahrts-Mesner mit ihren Familien wohnten. Noch ist es nicht verkauft. | Bild: Maria Kienzler

Dachreparatur am Kindergarten muss warten

Eine ganze Reihe von Baumaßnahmen an kircheneigenen Gebäuden fehlten in dem Bericht des Vorsitzenden auch nicht. „Das Dach des alten Schonacher Kindergartens muss saniert werden“, sagte er. „Doch da diese Maßnahme 74  000 Euro kosten wird und es keine Zuschüsse dafür gibt, wird die Reparatur auf 2021 verschoben.“

Beim Nußbacher Glockenturm drängt der Sanierungsbedarf

Dringend saniert werden muss aber aus Sicherheitsgründen der Glockenturm der Nußbacher Pfarrkirche mitsamt dem Blitzschutz. Dafür können Zuschüsse beantragt werden.

Kindergarten braucht neue Dachfenster

In Schönwald wurde ein lang gehegter Traum verwirklicht, denn die Kirche und das Pfarrhaus konnten endlich an die Nahwärme angeschlossen werden. Der versottete Schornstein in der Triberger Wallfahrtskirche wurde in der Corona-Kirchenpause saniert. Eine dringende Reparatur steht in der Unterstadt an, denn im Kindergarten St. Anna müssen die Dachfenster erneuert werden, weil es hineinregnet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 14  000 Euro, aber die politische Gemeinde beteiligt sich mit 70 Prozent an der Reparatur.

Eigenleistung soll neuen Boden für Pfarrsaal billiger machen

Der beschädigte Fußboden im großen Pfarrsaal von Triberg wartet schon jahrelang auf eine Erneuerung, die jedoch rund 16  000 Euro kosten wird. „Der Stiftungsrat möchte durch Beteiligung von Eigenleistungen eine preisgünstigere Lösung erreichen“, informierte Gerald Sandner den Pfarrgemeinderat (PGR). Auch am Klavierflügel im Pfarrzentrum von Schonach müsse einiges repariert werden. Die kirchliche Musikgruppe Kairos habe bereits 500 Euro dafür gespendet.

Neues Fahrrad-Leasingmodell für Mitarbeiter

Ein weiterer Punkt war das Dienstfahrrad-Modell der Erzdiözese Freiburg, das den Stiftungsrat beschäftigt hatte. Seit Januar ist es für Mitarbeiter möglich, bei der Freiburger Firma JobRad ein Dienstfahrrad zu beantragen. Die Ratskollegen beschlossen, der Rahmenvereinbarung des Erzbistums beizutreten und die Verrechnungsstelle Villingen zu beauftragen, auf Wunsch Leasingverträge abzuschließen.

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Umfangreiche Baumaßnahmen bilanziert

Stefan Hoer, der Verwaltungsbeauftragte der Erzdiözese, lieferte anschließend einen Kurzbericht zum Jahresabschluss 2019. Er zählte die größten abgeschlossenen Baumaßnahmen auf, angefangen vom Dachstuhl und der Fassade des Wallfahrtspfarrhauses mit 511  300 Euro über die Kindergarten-Sanierung in Schonach mit 80  000 Euro bis hin zur Nußbacher Kindergarten-Erweiterung durch Krippenplätze mit 168  000 Euro.

Kirchengemeinde macht Gewinn

„Die Kirchengemeinde betreibt vier Kindertageseinrichtungen, wo in 14 Gruppen insgesamt 280 Kinder betreut werden können“, wusste Stefan Hoer. Im Jahr 2019 habe die Kirche für die Kindergärten knapp 135  000 Euro ausgegeben. Sechs Kirchen, drei Pfarrhäuser und drei Gemeindezentren gehören ebenfalls der katholischen Kirche. Trotzdem konnte sie im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 8200 Euro verbuchen. Hoer wies darauf hin, dass nach den Haushaltsrichtlinien mindestens 50 Prozent des Jahresüberschusses für die Bausubstanz-Erhaltung zurückgelegt werden müssen, während der PGR über den restlichen Gewinn frei entscheiden könne.

Bei der Abstimmung votierte das Gremium dafür, dass 4100 Euro für künftige Baumaßnahmen zurückgelegt werden und die andere Hälfte in den Gewinnvortrag fließt. Bei den weiteren Tagesordnungspunkten ging es um die Nutzung von Gemeinderäumen in Corona-Zeiten, sowie über die Erstkommunion der Kinder und die Firmung der Jugendlichen.

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