Das zuckende Blaulicht durch die Nacht und das Heulen von Martinshorn etlicher Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz, die den steilen Hohnenweg hinauf fuhren, schreckte am Samstagabend viele Bürger aus der Raumschaft Triberg auf. Gegen 21 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert.

Zwei Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen.
Zwei Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen. | Bild: Sprich, Roland
  • Die Lage: „Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl des Gebäudes bereits im offenen Dachstuhlbrand. Mit Brandüberschlag in das Wäldchen dahinter“, schildert der Gesamtkommandant der Triberger Feuerwehr, Jens Wallishauser. Das Feuer hatte sich bereits an den ersten Bäumen bis in die Wipfel durchgefressen.
Von allen Seiten aus wird gelöscht – vergebens.
Von allen Seiten aus wird gelöscht – vergebens. | Bild: Sprich, Roland
  • Die Gefahr: Die Einsatzkräfte hatte zunächst die dringliche Aufgabe, per Riegelstellung den oberhalb des Brandobjekts liegenden Waldabschnitt vor einem weiteren Übergreifen durch das Feuer zu schützen und ein Ausbreiten des Waldbrandes zu verhindern. Der helle und weit sichtbare Feuerschein am Nachthimmel lockte auch mehrere Schaulustige an den Einsatzort.
Der Dachstuhl bricht unter den Flammen ein, die Ruine ist einsturzgefährdet.
Der Dachstuhl bricht unter den Flammen ein, die Ruine ist einsturzgefährdet. | Bild: Sprich, Roland
  • Der Schaden: Das Gebäude selbst konnte von den Feuerwehrkräften trotz intensiver Löschmaßnahmen, unter anderem mit der Drehleiter, nicht mehr gerettet werden. Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dachstuhl, der schließlich einstürzte. Auch der darunter liegende Gebäudeteil brannte komplett aus. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf mehrere hunderttausend Euro.
Die Feuerwehrleute haben zahlreiche Schläuche im Einsatz.
Die Feuerwehrleute haben zahlreiche Schläuche im Einsatz. | Bild: Sprich, Roland
  • Die Ursache: Weshalb das Feuer in dem unbewohnten Gebäude ausbrach, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen der Polizei. Brandexperten des Kriminaldauerdienstes aus Konstanz sind noch am Abend am Brandort eingetroffen. Laut Aussage der Polizei ist das Gebäude jedoch einsturzgefährdet und konnte bislang nicht betreten werden.

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