Vehemente Proteste gab es in der jüngsten Sitzung des Triberger Gemeinderats erneut wegen einer vom Forst Baden-Württemberg (BW) beabsichtigten Vollsperrung der B 33 zwischen der Einmündung B 500 bis etwa auf Höhe der Firma Tränkle. Nachdem es längere Zeit ruhig um das Thema war, wurde durch den Forst BW jetzt erneut eine Anhörung dazu initiiert.

Die nun eingereichte Anhörung des Forsts BW beträfe ausschließlich Holzerntearbeiten eines Privatwaldbesitzers, wozu nun erneut die Vollsperrung der B 33 beantragt wurde. Hierfür wurde ein Zeitfenster vom 29. November bis zum 12. Dezember genannt. Durch den Einsatz eines Hubschraubers könnte dieser Zeitraum auf vier Wochentage zuzüglich des Wochenendes verkürzt werden.

Ende November soll hier, an der Einmündung der B?500 in die B?33 in Triberg, wegen Baumfällarbeiten mindestens eine Woche lang voll gesperrt werden, was auch im Gemeinderat Triberg auf erhebliche Widerstände trifft.  Bild:  Hans-Jürgen Kommert
Ende November soll hier, an der Einmündung der B?500 in die B?33 in Triberg, wegen Baumfällarbeiten mindestens eine Woche lang voll gesperrt werden, was auch im Gemeinderat Triberg auf erhebliche Widerstände trifft. Bild: Hans-Jürgen Kommert | Bild: Hans-Jürgen Kommert

In dem vorgeschlagenen Zeitraum sei zumindest das Thema „Schienenersatzverkehr“ aller Voraussicht nach abgeschlossen, dennoch seien alle angrenzenden Firmen sowie die Nachbargemeinden von der Vollsperrung betroffen. Erschwerend liege der geplante Beginn der Maßnahme auch genau in den Herbstferien, was den Tourismus in der Wasserfallstadt erheblich beeinträchtigen würde.

Bereits im Frühjahr 2021 wurde die Stadt Triberg zu einer beabsichtigten Straßensperrung der B 33 im Bereich Kreuzung B 500/B 33 für einen Zeitraum von vier Wochen im Mai und Juni befragt. Begründet wurde dies schon damals mit dringend notwendigen Holzfällarbeiten eines Privatwaldbesitzers sowie des Staatsforsts aus Gründen der Verkehrssicherheit.

Nachdem die Anhörung bei der Verwaltung der Stadt Triberg vorlag und sie darauf die Zustimmung versagt hatte, gab es damals einen Ortstermin mit Vertretern vom Forst BW als Antragsteller, der Straßenbauverwaltung, der Polizei, der Gemeinde Schonach, der Bahn sowie Vertretern der von der Sperrung betroffenen Betriebe. Mit der Aufgabe, die Maßnahme „verträglich“ umzuplanen, sei man damals auseinandergegangen.

Die Möglichkeit einer halbseitigen Sperrung mit Ampellösung oder eine mögliche Umleitung seien im nun vorgelegten Antrag nicht enthalten, wurde moniert.

Massive Beeinträchtigungen

Ratsmitglied Georg Wiengarn (CDU) zeigte auf, dass die Sperrung der Bundesstraße anreisende Touristen, vor allem auch Busse, massiv beeinträchtige – eine Umleitung über Schramberg, wie es seitens des Forstes angedacht sei, sei „lächerlich“, so heißt es weiter.

Reinhard Storz, der beim Sägewerk Finkbeiner tätig ist, erklärte, eine Vollsperrung der B33 komme für das Sägewerk einer Verfügung zu einer zeitweisen Schließung gleich, da das Werk täglich etliche Lastwagen-Ladungen Stammholz benötige. Zudem seien auch weitere Firmen unterhalb der Einmündung der B 500 betroffen.

Der Gemeinderat lehnte erneut einstimmig die Vollsperrung der B 33 ab – sowohl die Variante mit den gesamten vier Wochen als auch die Variante mit dem Einsatz eines Hubschraubers.