Im August vergangenen Jahres hatte Roth noch seinen 90. Geburtstag gefeiert. Es war für ihn damals ein schöner Tag, seine beiden Töchter mit ihren Familien richteten ihm das Fest aus, und als Überraschung spielte sogar eine Abteilung der Trachtenkapelle Nußbach ein Geburtstagsständchen.

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Seit 1936 wohnte Bruno Roth in Nußbach, sein Geburtshaus steht in Gremmelsbach. Die Eltern bauten sich in Nußbach ein Eigenheim, in dem er zusammen mit fünf Schwestern aufwuchs. In seiner Kindheit verbrachte Bruno Roth zwei Sommer im Hegau bei Verwandten, dort musste er in der Landwirtschaft aushelfen. Auch war er noch weitere Sommer als Hirtenbube in der Raumschaft tätig.

Erfolgreiche Jahre

1946 konnte Bruno Roth dann eine Lehre als Holzschnitzer an der Nußbacher Straße absolvieren. 1954 heiratete er seine Frau Erika. 1958 wechselte er zur Holzschnitzerei Wetzel in Triberg und übernahm dieses Geschäft 1968 und führte es bis zum Jahre 2013. Viele Jahre war dies sein Leben. Das Geschäft lief damals gut, die Amerikaner liebten die Schwarzwälder Kuckucksuhren.

Freizeit leidet

Was darunter litt, war die freie Zeit für Vereine. So verließ er nach über 30 Jahren als aktiver Musiker die Trachtenkapelle, auch seine aktive Zeit im Männergesangverein musste er aufgeben. Sechs Jahre war Roth im damals noch selbstständigen Nußbach im Gemeinderat tätig. Auch dem damaligen Stiftungsrat gehörte er an.

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2014 konnten Bruno und Erika Roth Diamantene Hochzeit feiern. Drei Jahre später verstarb seine Frau. Die Töchter Heidi und Gudrun kümmerten sich regelmäßig um ihren Vater, auch wenn beide auswärts wohnen. Auch seine Schwester aus. St. Georgen war für ihn da. Nach nur kurzer Krankheit verstarb Bruno Roth, nachdem er noch Tage vorher auf seinen täglichen Spaziergang im Hintertal unterwegs war. Er wurde in aller Stille in Nußbach beigesetzt.