Bei der Mittelanmeldung für das Haushaltjahr 2021 haben die Nußbacher Ortschaftsräte über mehrere Themen beraten.

  • Straßensanierung: Das Gremium war sich einig, dass die Nebenstraßen marode seien, es bestehe dringender Sanierungsbedarf. Um dies auf den Weg zu bringen, wurden dafür nun 100  000 Euro veranschlagt.
  • Friedhof: Dringlich ist auch ein neuer Anstrich an der Aussegnungshalle, hier werden um die 18  000 Euro benötigt. Des Weiteren wurden Gelder für die Planung der Sanierung des Rathauses beantragt. Diese „wirklich nur allerdringlichsten Notwendigkeiten im Dorf“ schlug Ortsvorsteher Heinz Hettich dem Gremium zur Ausführung im nächsten Jahr vor. Sein Stellvertreter Lothar Hoch begrüßte diese Maßnahmen, insbesondere die Straßeninstandhaltung.

WC zugänglich machen?

In den unteren Räumen der Aussegnungshalle befindet sich eine Toilette, was allgemein gar nicht bekannt sei. Hier regte Thomas Mertens an, diese doch öffentlich zugänglich zu machen, vor allem bei Beerdigungen. Doch hier tauche die Frage auf, so der Ortsvorsteher, wer hier verantwortlich sei: Wer öffnet und schließt die Anlage? Zu diesem Problem will das Gremium weiterberaten und nach Lösungen suchen.

Geländermontage problematisch

Rafael Kammerer regte an, an dem schmalen Aufgang hinter der Friedhofskapelle ein Geländer anzubringen, da dieser doch sehr oft von älteren Personen benutzt werde. Dieser Weg sei ursprünglich nur für Bauhof-Fahrzeuge geplant, um ihre Arbeiten in diesem Teil des Friedhofsgeländes zu verrichten. Wenn ein Geländer angebracht wird, sei der Aufgang für diese Fahrzeuge zu schmal, hieß es.

Am Baumgräberfeld soll es zur Verschönerung eine weitere Stele geben, aber hier mit einem Weihwassergefäß und einer Nische für eine Grabkerze.

Thomas Mertens sprach bei den Anfragen des Ortschaftsrats am Ende der Sitzung noch einmal das Thema Friedhof an. Das neue Geländer finde positives Echo, dies sei ihm schon wiederholt bestätigt worden. Die kaputten Gießkannen bei den Wasserstellen und die immer wieder fehlenden Sprühköpfe kamen auch zur Sprache. Inzwischen wurden vom Bauhof diese Ausgießer schon angeschraubt.

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  • Neue Heizungsanlage: Der Auftrag für die im vergangenen Jahr beantragte neue Heizungsanlage in der Turn- und Festhalle wurde jetzt vergeben, informierte Hettich noch einmal. Er hoffe, dass die Arbeiten in diesem Jahr noch beendet werden können. Ein Vor-Ort-Termin finde demnächst statt. Zum Thema Halle regte Kammer noch an, die Duschanlage zu überprüfen, da zum Teil das Wasser nur tröpfle. Dies werde gemacht, sagte Hettich ihm zu.
  • Bauanträge: Zu diskutieren waren noch vier Bauanträge. Der Griesget-Hof wurde verkauft. Wie die neuen Besitzer feststellten, wurden im Innern des Gebäudes ohne Genehmigung Veränderungen vorgenommen. Diese möchten nun, „dass alles legal ist“ und beantragten dies nachträglich, was auch einstimmig gestattet wurde. Äußerlich gebe es keine Änderungen.

Ein Bürger beantragte, im bestehenden Elternhaus eine weitere Wohnung einzubauen, dazu wären zwei Dachgauben nötig. Da dies im Schwarzwaldstil erfolgt, war die Zustimmung der Räte kein Problem.

Nicht alle mögen das Flachdach

Etwas schwerer tat sich das Gremium mit dem geänderten Bauantrag eines Bürgers zur Erweiterung des bestehenden Leibgedinghauses. Hier solle nun ein Flachdach entstehen. Flachdach im Außenbereich könne er nicht zustimmen, sagte Ortsvorsteher Hettich dazu, er fürchte weitere solche Anträge. Doch die Räte gaben ihr „Ja“, der Antrag geht nun an die zuständigen Behörden weiter.

Zustimmung erhielt auch ein Bürger für seinen Bauantrag einer Garage auf Stelzen neben seinem Wohnhaus.

  • Breitbandausbau: Wie es mit dem Breitbandausbau nun weitergehe, wollte Lothar Hoch wissen. Dies liege an der Förderung, klärte Ortsvorsteher Hettich auf, die Bewilligungsbescheide der Gelder würden sich verzögern.

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