Es war kein ganz alltäglicher Termin vor dem Triberger Rathaus: Thomas Weisser, Abteilungskommandant der Feuerwehrabteilung Gremmelsbach, hatte teures Gerät im Gepäck: Wärmebildkameras im Format eines kleinen Smartphones.

Faszinierende Innovation

Etwa 1000 Euro kostet ein solches praktisches Gerät, das er vor allem auf die beiden Atemschutztrupps gemünzt hat, die zuerst in ein brennendes Gebäude eindringen sollen. Er habe diese Geräte erstmals bei einem Aufenthalt in den USA kennengelernt, wo sie schon länger im Einsatz seien – er interessiere sich nun mal für innovative Dinge.

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Wärmebildkameras vermittelten dem Betrachter ein völlig anderes Bild von der Umgebung, da sie auf der Basis der Infrarotsicht funktionieren, also Wärmeunterschiede darstellen. Eine solche Kamera, mit der sich unter anderem verborgene Glutnester aufspüren lassen, ist seit 2010 auch im Besitz der Triberger Feuerwehr. Das sehr leistungsfähige Gerät ist aber um ein Vielfaches größer und teurer – für den Innenangriff daher eher nicht geeignet.

Klein und leistungsstark

Ihn habe das sehr kleine und handliche Gerät fasziniert, es liefere klare Bilder und verfüge bei aller Kompaktheit über eine hohe Leistung, so Weisser. Da es mittels eines Klipps an der Kleidung festgemacht und über eine Schnur mit Federwerk am ausgestreckten Arm auch mal „um die Ecke schauen“ könne, sei es ein ideales Gerät um in dunklen Gebäuden, die unter Umständen auch verraucht sein könnten, nach Menschen zu suchen und verborgene Brandnester zu erkennen. Zudem verfüge die Kamera auch über eine ganz normale Taschenlampe. Der Akku reiche aus, um den Einsatz eine Atemschutztrupps zu unterstützen, da dieser durch die zeitliche Reichweite der Sauerstoffflaschen begrenzt sei.

Zwei für jede Abteilung

Für jede der drei Triberger Abteilungen hatte Weisser zwei der Geräte dabei. Damit dürfte die relativ kleine Triberger Feuerwehr, die Bürgermeister Gallus Strobel dennoch im Verhältnis zur Bevölkerung als groß ansieht, in dieser Hinsicht vielen anderen Feuerwehren einen guten Schritt voraus sein.

Landesweit spitze

Strobel dankte dem Geschäftsmann Thomas Weisser für die großzügige Spende – dieser betonte, Sponsoren hätten ihn dabei unterstützt. Gesamtkommandant Jens Wallishauser dankte im Namen der Kameraden. Es sei eine ganz tolle Sache zum Wohle der ganzen Feuerwehr und mithin der ganzen Stadt. „Wir sind damit eine der ersten Feuerwehren im Land, die ihre Atemschutztrupps mit Wärmebildkameras in Gebäude schicken kann“, sagte er und strahlte über das ganze Gesicht.