Reichlich Abstand zwischen den Tischen und vorne ein Mikrofon: Die Hauptversammlung der Feuerwehr-Abteilung Triberg fand unter Corona-Bedinungen im großen Saal des Kurhauses statt. Nach jedem Redner mussten der Stehtisch und das Mikrofon desinfiziert werden. Wer seinen Platz verließ, tat das mit Mund-Nasen-Maske. 24 Feuerwehrleute konnte Kommandant Jens Wallishauser begrüßen, außerdem Bürgermeister Gallus Strobel, einige Gemeinderatsmitglieder sowie Oberkommissarin Patricia Herr-Storz vom Polizeiposten.

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2019 sei die Mannschaftsstärke gleich geblieben, es mangle jedoch an Nachwuchs. Einige bewährte Kräfte seien „in die Jahre gekommen“. Dennoch gebe es vier neue Mitglieder. Die Abteilungs-Hauptprobe am 23. Juli 2019 sei gemeinsam mit der Abteilung Gremmelsbach sowie einigen Kameraden aus Nußbach mit dem SW 2000 im Wasserfallgebiet (Brand am Blockhaus des Kletterparks) absolviert worden. Dabei seien wichtige Erkenntnisse gewonnen worden – unter anderem zum Thema Funk.

  • Weiterbildung: Die Mitglieder Stefan Schätzle, Dieter Harter, Benjamin Krebs, Peter Finkbeiner, Daniel Hollstein, Florian Kienzler, Harald Harter, Dominik Borho und Roswitha Schneider konnten bei den Leistungswettkämpfen im Kreis das Leistungsabzeichen in Silber erwerben. 17 Atemschutzträger hätten an der Heißausbildung im Brandcontainer in Altensteig teilgenommen – „wesentlich effektiver und aussagefähiger als Diskonebel“, so der Kommandant. Zusätzlich gab es einen von Michael Lukas durchgeführten Atemschutz-Workshop. Wallishauser selbst besuchte ein Waldbrand-Symposium in Stuttgart. Stefan Schätzle absolvierte einen dreitägigen Lehrgang „Brandbekämpfung in Bahntunneln“ in der Schweiz.
  • Einsätze: 60 Einsätze, zwölf gerettete Personen und ein Einsatz, der den Kameraden „noch lange gestunken“ habe (ein umgestürzter Anhänger mit 24 Tonnen Hühnermist), so lautete das Resümee für das Jahr 2019. Trotz aller Zunahme an technischen Hilfeleistungen kam auch der originäre Zweck, das Löschen, nicht zu kurz.
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  • Aktivitäten: Schriftführerin Roswitha Schneider ging auf die weiteren Aktivitäten der Wehr und die Veränderungen in deren Kommando näher ein, dazu sprach sie auch die kameradschaftlichen Aktivitäten der Wehr an. Angesprochen wurde ferner die Teilnahme am Weihnachtszauber.
  • Finanzen: Kassenwart Hans-Peter Schätzle berichtete von einem Rückgang der Kasse um einen „nicht unerheblichen“ Betrag – der aufgrund der Bedingungen 2020 sicher nicht wieder herein gewirtschaftet werden könne.
  • Jugendabteilung: Die Aktivitäten der von Michael Hammel-Osterholzer, Daniel Hollstein und Anna-Sophie Hinrichs betreuten Jugendfeuerwehr brachte Amelie Schätzle auf den Punkt. Ihr Bruder Rico zeigte auf, dass die Jugendkasse ordentlich gefüllt ist – er wolle hinterher noch dafür sammeln.
  • Altersmannschaft: Obmann Ralf Mauscherning bedauerte, dass seine Mannschaft immer mehr abnehme. Er ging in seinem Bericht auf das laufende Jahr ein, in dem die Aktivitäten bis dato nahezu auf null reduziert waren.
  • Gerätehaus: Hauptfeuerwehrmann Dominik Borho richtete kritische Worte an Bürgermeister und Stadtrat: „Ich möchte an unser Gerätehaus erinnern. Weil seit Jahren um ein neues Haus gerungen wird, herrscht am derzeitigen Standort erheblicher Reparaturstau. Ich bitte dringend darum, dass man zum Schluss kommt, bevor uns die Tore herausfallen.“ Bürgermeister Gallus Strobel erwiderte: Er selbst habe die Lage neben dem Bauhof präferiert; auch der derzeitige Standort sei untersucht worden. Nun habe die Stadt das einstige Kik-Areal erworben, auf das es hinauslaufen könnte, was aber nicht ganz billig werde. Abbruch und Geländeaufschüttung kämen zum Neubau hinzu. „Aber es ist uns völlig bewusst, dass das neue Haus kommen muss, es wird dieses Jahr noch gemeinsam mit der Feuerwehr mit der Planung begonnen“, versprach Stobel.