Eine Hauptversammlung der besonderen Art erlebten wenige Mitglieder aus dem Ortsverein Triberg-Schonach des Deutschen Roten Kreuzes im großen Saal des Triberger Kurhauses. Zwei Jahre galt es zu besprechen – das „ganz normale“ Jahr 2019 mit vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden und das Jahr 2020, das ab Mitte März alles andere als normal verlaufen war. Als „ein Jahr zum Vergessen“ bezeichnete der Vorsitzende Georg Wiengarn das zurückliegende Jahr, das kaum noch irgendwelche Vereinsaktivitäten zugelassen habe. Erst seit Mitte 2021 kehre allmählich Normalität ein. Dienstabende könnten wieder in Präsenz stattfinden, ebenso die Breitenausbildung.

Georg Wiengarn (links) und der stellvertretende Kreisgeschäftsführer Daniel Pfaff (Mitte) gratulieren Thomas Scherer für 40 Jahre intensive ehrenamtliche Arbeit. Bilder: Hans-Jürgen Kommert
Georg Wiengarn (links) und der stellvertretende Kreisgeschäftsführer Daniel Pfaff (Mitte) gratulieren Thomas Scherer für 40 Jahre intensive ehrenamtliche Arbeit. Bilder: Hans-Jürgen Kommert | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Schriftführerin Cornelia Hiepler sprach von den Tätigkeiten des Ortsvereins und des Vorstands – alle hätten dem Wohle des Ortsvereins gedient. Sechs Blutspendetermine in Triberg und Schonach in 2019 hätten knapp 1000 Spenden erbracht – und wiewohl ansonsten 2020 nicht allzu viel gelaufen sei, habe man immerhin fünf Blutspenden mit 920 Spenden durchführen können.

Uwe Böttcher berichtete von zahlreichen Stunden bei diversen Großveranstaltungen im Jahr 2019, begonnen beim FIS-Weltcup in Schonach über das Triberger Schinken- und Schonacher Volksfest bis hin zum Weihnachtszauber am Wasserfall.

An 18 Dienstabenden habe man verschiedene Themengebiete vom Herzinfarkt bis hin zu Fahrtrainings bearbeitet. Die Helfer vor Ort (HvO) hätten 386 Einsätze erlebt, davon in Triberg 134, in Schonach 168, 63 in Schönwald, 16 in Nußbach sowie fünf in Gremmelsbach. 36-mal seien sie als Zubringer für den Rettungshubschrauber tätig gewesen, ebenso oft ohne den Einsatz des Rettungswagens und 110 Einsätze seien auf Hausnotruf erfolgt.

2020 habe man in Präsenz nur wenige Dienstabende durchführen können, dafür seien Online-Dienstabende durch den Kreisverband angeboten worden. 327-mal seien die HvO ausgerückt, (Triberg 122, Schonach 129, Schönwald 65, Nußbach acht und Gremmelsbach drei Einsätze). 65 Einsätze seien ohne zusätzlichen Rettungswagen erfolgt, 37 Einsätze erfolgten als Zubringer für Christoph 11. Um der Pandemie zu begegnen, habe man Waschmaschinen und Trockner angeschafft, um die Einsatzkleidung sofort reinigen zu können.

Der stellvertretende Vorsitzende Dietmar Wiebel erklärte, dass Jugendleiter Felix Schwer aus beruflichen Gründen zurückstecken musste. Jana Hafner, Mitglied im Ortsverein Schönwald, stehe nun der Jugend vor, die sich aus Mitgliedern aus Triberg, Schonach und Schönwald rekrutierten.

Jana Hafner ist neue Jugendleiterin beim JRK Triberg-Schonach.
Jana Hafner ist neue Jugendleiterin beim JRK Triberg-Schonach. | Bild: Hans-Jürgen Kommert

Wechselvoll sei 2020 auch für die Jugend gewesen. Erst seit Mitte dieses Jahres kehre die Normalität langsam wieder ein. Er wies auf den Warentauschtag an diesem Wochenende in Schonach hin und darauf, dass er gemeinsam mit Birgit Hafner im November nach Budapest reisen werde, um dort eine Spende zu überreichen, die durch den Alltagsmasken-Verkauf zustande kam. Wenige Tage danach werde der Hilfstransport per Lastwagen folgen.

Schatzmeister Daniel Forwig berichtete, dass 2019 mit einem moderaten Gewinn abschloss. Geprägt gewesen sei es durch die Beschaffung eines neuen First-Responder-Fahrzeugs, das nach Inzahlunggabe des Vorgängerfahrzeugs noch mehr als 35 .000 Euro gekostet habe. Obwohl 2020 fast nichts stattfinden konnte, wurde ein stattlicher Gewinn erzielt, der durch die Beschaffung eines weiteren Fahrzeugs noch in diesem Jahr wohl benötigt werde. Eigentlich sollte dieses Fahrzeug nach Schonach kommen. Da aber die Garage wohl zu niedrig ist, erhalten die Schonacher ein Fahrzeug aus Triberg, wo dann das neue stationiert wird.

Feuerwehr-Gesamtkommandant Jens Wallishauser dankte für die stets gute Zusammenarbeit und die vielen Coronatests, die das DRK durchgeführt habe. Grüße der Stadt überbrachte Bürgermeisterstellvertreter Reinhard Storz.