Die Sommersaison neigt sich dem Ende zu und Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold zieht eine positive Bilanz: In der derzeitigen Saison seien wieder viele Tages- und Übernachtungsgäste nach Triberg gekommen. „Viele Vermieter sprechen von einer guten bis sehr guten Belegung seit Juli“, freut sich Arnold. Auch beim Tagesausflugsgeschäft gebe es eine große Resonanz im Juli und August, nachdem das Jahr bis Mai quasi komplett brach lag und es auch dann im Frühsommer aufgrund der geltenden Corona-Verordnungen zunächst eher langsamer anlief als im Vorjahr. „Im Vergleich zum Vorjahr durften wir unsere Freizeiteinrichtungen erst circa einen bis zwei Monate später als 2020 öffnen. Wir hoffen im Gegenzug, dass die Saison dafür länger anhält und es vor allem nicht wie im Vorjahr wieder ab November einen Lockdown geben wird“, betont der Marketingchef.

Die Vermieter der Wasserfallstadt sind zufrieden und sprechen von einer guten bis sehr guten Belegung seit Beginn der restlichen Sommersaison.
Die Vermieter der Wasserfallstadt sind zufrieden und sprechen von einer guten bis sehr guten Belegung seit Beginn der restlichen Sommersaison. | Bild: Pixabay

Weniger Veranstaltungen

„Wir bedauern sehr, dass unsere schönen Veranstaltungen wie das Triberger Schinkenfest mit original Schwarzwälder Trachtenumzug und auch das große Triberger Stadtfest erneut Corona zum Opfer gefallen sind. Auch den Triberger Weihnachtszauber wird es in diesem Jahr wiederum nicht geben. Für den Bereich der Veranstaltungen hoffen wir sehr, dass 2022 alles wie geplant wieder stattfinden kann.“

Wie schon 2020 sei auch in diesem Jahr der große Anteil an Inlandstouristen auffällig, der deutlich über dem Schnitt der Jahre vor Corona liege. „Hier zeigt sich einfach, dass der Schwarzwald ein attraktives Urlaubsziel ist und mit Bayern sowie der Nord- und Ostsee durchaus mithalten kann“, meint Arnold. „Hier können wir in Triberg mit unseren attraktiven Tagesausflugszielen, hierzu zählen wir zum Beispiel die weltgrößten Kuckucksuhren, den Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad und auch den Greifvogel- und Eulenpark, punkten.“ Verstärkt kämen auch wieder Besucher aus dem benachbarten Ausland wie Schweiz, Frankreich sowie den Benelux-Staaten, wohingegen der Anteil der Gäste aus Übersee noch sehr gering sei.

Unter der Pandemie gelitten hätten vor allem die großen Häuser, die ganze Gruppen aufnehmen können. Vor allem der Total-Ausfall der Schulklassen habe den Gruppenhäusern schwer zu schaffen gemacht. „Erfreulich ist, dass der Bereich der Privatvermieter und etwas auch zeitverzögert der Individual-Reiseverkehr in diesem Beherbergungssegment sehr schnell wieder angezogen hat“, so der Marketingleiter.

„Maßgeblich für den touristischen Erfolg in einem Jahr sind bei uns vor allem die Sommermonate Juli und August. Hier konnten wir uns über eine gute Resonanz der Gäste freuen.“ Mit großer Freude werde nun auch die Eröffnung des Camping-Hotels erwartet, ein Segment, das sich gerade in Pandemie-Zeiten einer wachsenden Beliebtheit erfreut.

„Dass Häuser pandemiebedingt schließen mussten, ist uns nicht bekannt“, merkt Arnold an. Im Bereich des Vermietungsangebots gebe es immer Bewegung. Vermieter müssten teilweise altershalber ihre Vermietung aufgeben, dafür kämen neue Betriebe dazu, die in der Regel mit neuer Ausstattung künftig am touristischen Markt in Triberg präsent seien.

„Unser Eindruck ist, dass sich das Busreisegeschäft langsam erholt. Dies zeigen zumindest die Anfragen der Reiseveranstalter für das kommende Jahr – ein wichtiges Segment hier in Triberg. Hier werden wir uns auch wieder werblich engagieren, zumal wir hier zukünftig mit unserer Triberg-Card ein tolles Angebot bieten können“, teilt Arnold mit. „Hier haben wir uns auch bereits auf den entsprechenden Fachmessen angemeldet. Eines der Ziele für den Herbst ist die Bewerbung der Triberg-Card.“