Monatelang gab es in der Wasserfallstadt kein Blumengeschäft mehr. Zuletzt hatte die heimische Geschäftsfrau Christa Greguletz im Dezember 2020 ihr Blumenhaus in der Hauptstraße in Triberg geschlossen, um ihre fast 50-jährige Tätigkeit als Floristin zu beenden und in den Ruhestand zu treten. Das bedauerten viele Bürger.

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Die Eheleute Rolf und Barbara Dickmann, denen das Haus, in dem sich der Blumenladen befand, gehört, suchten intensiv nach einem Nachfolger für Christa Greguletz und ihren Ehemann Wolfgang Moser. Jedoch meldeten sich nur Interessenten, die nicht in Frage kamen. Doch nun hat es geklappt und die Freude aller Beteiligten ist groß.

Schlag auf Schlag

„Wir sind total begeistert“, sagt Barbara Dickmann. Am 21. April sei der Besichtigungstermin der neuen Bewerberin gewesen und am Tag danach hatte diese bereits ihr Gewerbe angemeldet, erzählt die Vermietern. Jetzt kann die junge Einzelhandels-Kauffrau rechtzeitig zum Muttertag am Sonntag das Geschäft mit dem romantischen Namen „Blumen-Melody“ eröffnen.

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Anna Titorenko hat das Blumenhaus in der Hauptstraße bereits stilvoll mit bunten Blumen dekoriert und ist sehr glücklich, weil ihr Jugendtraum „endlich in Erfüllung geht“. Sie stammt aus Weilersbach, einem Stadtteil von Villingen-Schwenningen, und hat nach ihrer Schulzeit mehrere Praktika gemacht, um herauszufinden, welcher Beruf am besten zu ihr passen würde. Schließlich hat sie sich für Floristin entschieden, weil sie sich inmitten von Pflanzen und Blumen am wohlsten fühlte.

Ausbildung mit Plan B

„Damals waren aber alle Floristen-Ausbildungsstellen belegt und darum habe ich 2008 im Schwenninger Blumenhaus Thao mit einer Verkäuferinnen-Lehre begonnen“, erzählt Titorenko. Als sie nach zwei Jahren ihr Ziel erreicht hatte, schloss sie eine Ausbildung zur Einzelhandels-Kauffrau an. In Stuttgart machte die junge Frau noch einen Kurs zur Kosmetikerin, bis sie ihren Freund in Schwenningen heiratete. „Wir gründeten eine Familie und haben jetzt zwei Kinder“, berichtet Anna Titorenko. Nach der Elternzeit habe sie immer mal wieder im Internet Stellenangebote gelesen, bis sie dann Ende April endlich ihre Traumstelle in Triberg entdeckte. Nun ist sie in ihrem Element und freut sich riesig auf die Eröffnung an diesem Donnerstag, 6. Mai. Bis zum Muttertag, 9. Mai, will die junge Geschäftsfrau erweiterte Öffnungszeiten anbieten.